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Passwort vergessen! Mann verdient 200 Millionen Euro – und kommt nicht mehr ans Geld

Stefan Thomas: Ein Mann hält sich die Hand vor sein Gesicht
© pathdoc / Shutterstock
Stell dir vor, du hast 200 Millionen Euro auf der Bank und kommst nicht ran. Fies, oder? Für Stefan Thomas ist genau das Realität.

Nie wieder für andere arbeiten, eigene Projekte an den Start bringen, mit denen man die Welt verbessert, Menschen hilft oder Tiere und Umwelt schützt, leben, wo und wie man möchte ... mit 200 Millionen Euro könnte man all das tun und noch vieles mehr. Vorausgesetzt natürlich, das Geld liegt nicht in irgendeinem abgeschlossenen Supersafe, dessen Schlüssel man verloren hat. So wie es bei Bitcoin-Millionär Stefan Thomas quasi der Fall ist ...

Anfangs waren die Bitcoins "nur" 7.000 Euro wert

Vor einigen Jahren hat der Programmierer ein animiertes Video über die da noch neuartige Online-Währung gemacht und dafür rund 7.000 Bitcoins als Belohnung bekommen, erzählt er unter anderem gegenüber "Bild". Zu jenem Zeitpunkt entsprach das in etwa 7.000 Euro, ein Bitcoin war damals ungefähr einen Euro wert. Doch im Laufe der letzten Jahre schoss der Kurs in die Höhe: Momentan beträgt der Wert von Stefan Thomas Bitcoin-Vermögen rund 200 Millionen Euro. 

Passwort vergessen: Noch zwei Fehlversuche – und das Geld ist futsch

Allerdings bringt ihm das herzlich wenig. Denn der IT-Spezialist hat das Passwort vergessen, mit dem er auf sein "Wallet", den virtuellen Safe, in dem sich die Bitcoins befinden, zugreifen kann. "Ich war damals immer lange wach und habe nicht sehr viel geschlafen", erklärt der gebürtige Sindelfinger seinen teuren geistigen Ausfall der "Bild". Ein paar Passwörter, die er für andere Log-ins nutze, habe er probiert, doch keines hat gestimmt. Zwei Versuche bleiben ihm nun noch. Liegt er damit falsch, löscht sich der Inhalt des verschlüsselten USB-Sticks quasi selbst – und das Geld ist für immer verloren.

"Wer ist so blöd, dass er so wichtige Daten verliert?"

"Am Anfang war ich komplett zerstört. Deprimiert, ich konnte mir nicht vorstellen, wie ich noch weiterleben soll. Für einige Wochen habe ich meinen kompletten Selbstwert hinterfragt. Wer ist so blöd, dass er so wichtige Daten verliert? Drei Wochen habe ich jeden Tag alles versucht, diese Bitcoins wiederherzustellen", zitiert "Bild". Dann jedoch habe er sich besonnen. Er könne jetzt in Selbstmitleid versinken und den Bitcoins nachtrauern oder "an die Arbeit gehen und etwas anderes machen". Er entschied sich für das Oder. Der in San Francisco lebende Wahl-Kalifornier gründete das Start-up "Coil", das sich mit dem internationalen Zahlungswesen beschäftigt. Das spült ihm vielleicht nicht mit einem Mal 200 Millionen Euro in die Tasche, scheint ihm aber ein gutes Leben zu ermöglichen.  

Die Bitcoins ruhen indes weiterhin sicher und unangetastet in Stefan Thomas Wallet, womöglich gewinnen sie in Zukunft sogar noch an Wert. Und wer weiß? Vielleicht fällt dem Programmierer sein Passwort ja eines Tages wieder ein ...

Verwendete Quellen: Bild, ntv, New York Times

sus

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