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Frau erklärt: Darum habe ich Angst vor der Liebe – und 1,5 Millionen Menschen stimmen zu

Taylor Myers: Eine Frau hält eine Tasse mit bunten, eckigen Herzen
© Yulia Grigoryeva / Shutterstock
Viele Menschen haben vor etwas Angst, zum Beispiel vor Spinnen, Höhen oder engen Räumen. Eine 25-jährige Bloggerin aus den USA erklärte nun, warum sie nichts so sehr fürchtet wie die Liebe – und erhielt dafür millionenfache Zustimmung! 

Die einen mussten als Kinder ständig beobachten, wie sich ihre Eltern streiten, andere wurden selbst mal von einem Partner so furchtbar verletzt, dass sie verlernt haben, zu vertrauen. Warum Menschen Beziehungsangst entwickeln oder lieber Mingle bleiben, dafür gibt es gaaanz viele unterschiedliche Gründe. Was die US-Amerikanerin Taylor Myers an der Liebe und im Leben generell am meisten fürchtet, teilte sie auf ihrem Tumblr-Blog – und erhielt dafür von knapp 1,5 Millionen Menschen Zustimmung. 

"Die Reaktion hat mich umgehauen", so die 25-Jährige gegenüber "BoredPanda", "ich bekomme immer noch jede Woche Nachrichten von Leuten, die mir sagen, wie sehr sie der Post berührt oder wie er ihre Beziehung gerettet hat." Was aber ist es, das Myers an der Liebe solche Angst macht?

Aus liebenswerten Eigenschaften werden nervige Macken 

Die Autorin selbst formuliert es in ihrem Posting so: "Mit 17 habe ich einen Kurs belegt mit dem Titel "Beziehungen fürs Leben". Darin habe ich gelernt, dass sich die meisten Menschen aus denselben Gründen ver- und entlieben. Also dass die anfangs so liebenswerte 'Sturheit' irgendwann zur 'Unfähigkeit Kompromisse zu schließen' wird. Und aus Unbefangenheit wird Unreife. All die schlechten Angewohnheiten, die der Partner einst liebte, werden plötzlich unausstehlich. Aus Spontaneität wird Rücksichtslosigkeit und ihre Füße auf deinem Armaturenbrett sind irgendwann nicht mehr sexy, sondern einfach nur noch eine Ablenkung in deinem stressigen Leben."

Nichts macht mich trauriger und bereitet mir mehr Angst als der Gedanke, dass ich für jemanden abstoßend werden könnte, der einmal die Sterne in meinen Augen sah.  

Die Gefahr der Liebe

Warum Myers Post millionenfachen Zuspruch fand? Vielleicht deshalb: Es gibt wohl kaum etwas Schöneres, als von jemandem geliebt zu werden, weil wir sind, wie wir sind – auch für unseren Selbstwert eine Erfahrung von unschätzbarem Wert. Wenn aber dieser Jemand uns dann eines Tages eben genau deshalb – weil wir sind, wie wir sind – nicht mehr liebt, ist das nicht nur ein Genickbruch für die Beziehung, sondern auch ein ordentlicher Knacks fürs Selbstbewusstsein. Und allein diese Vorstellung kann riesige Angst machen!

Doch für Myers ist dieses Wissen, das sie mit 17 in ihrem Beziehungs-Kurs vermittelt bekam, trotzdem kein Grund, Liebe und Beziehungen zu vermeiden. "Der Kurs hat die Art und Weise, wie ich mit meinen Beziehungen umgehe – sowohl romantischen als auch anderen –, zweifelsfrei geprägt", so die 25-Jährige. "Ich glaube, sie sind dadurch alle gesünder und ehrlicher. Jeder sollte diesen Kurs mal besuchen."

Vielleicht braucht es aber nicht mal einen Kurs, damit wir unsere Beziehungen halten können, auch noch nachdem die rosarote Brille ihre Wirkung verloren hat. Womöglich tut es ja schon eine gute Portion Realismus und Toleranz – natürlich in Kombination mit dem Richtigen ❤️ 

  

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