Dreijährige zur Strafe vor die Tür geschickt – Polizei findet Leiche

Eine Dreijährige verschwindet, nachdem der Vater sie zur Strafe vor die Haustür schickt – mitten in der Nacht, in einer Gegend, in der Kojoten leben. Jetzt hat die Polizei eine Leiche gefunden.

We are currently looking for a 3-year-old child. Sherin Mathews was last seen by her father outside the family’s...

Gepostet von Richardson Police Department am Samstag, 7. Oktober 2017

Ihr Vater wollte sie disziplinieren, kurz darauf galt die kleine Sherin als vermisst: Mit Hunden und zahlreichen Einsatzkräften suchte die Polizei in Richardson, Texas, seitdem das drei Jahre alte Mädchen. Jetzt haben die Ermittler eine Leiche gefunden. Höchstwahrscheinlich handelt es sich um den Körper der kleinen Sherin.

Sie hatte vor gut zwei Wochen ihre Milch nicht trinken wollen – aus diesem banalen Grund schickte der Vater Sherin vor die Tür. Der 37-Jährige wies das entwicklungsverzögerte Kind an, sich neben einen Baum zu stellen. Als er 15 Minuten später nachschauen ging, sei das Kind verschwunden gewesen, sagte er später der Polizei.

Erst fünf Stunden später vermisst gemeldet

Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich bei Vater und Mutter um Adoptiveltern. Der Mann hatte seine Adoptivtochter erst fünf Stunden nach ihrem Verschwinden, gegen 8 Uhr morgens, als vermisst gemeldet. Nachdem er zunächst festgenommen wurde, kam er gegen 250.000 Dollar Kaution wieder frei. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Vater Kindeswohlsgefährdung vor. 

Weniger als eine Meile (1,6 Kilometer) entfernt vom Wohnhaus der Familie hat die Polizei jetzt eine Kinderleiche gefunden. Da die offizielle Obduktion noch aussteht, wollen die Behörden noch nicht bestätigen, dass es sich um die kleine Sherin handelt. Berichten zufolge sei dies aber "höchstwahrscheinlich". So habe ein Polizeisprecher mitgeteilt, es gebe keinen Grund anzunehmen, dass es sich um ein anderes Kind als Sherin handle.

Zeugen: Auto der Familie eine Stunde lang verschwunden

Wie das Mädchen zu Tode kam, ist bislang unbekannt. Der Vater soll allerdings gewusst haben, dass in der Gegend Kojoten leben. Die Tiere seien sogar in der Straße gesehen worden. Zeugen berichteten außerdem, sie haben das Auto der Familie in der Nacht von Sherins Verschwinden wegfahren sehen. Erst eine Stunde später sei der Wagen zurückgekehrt. 

Die Mutter will von alledem nichts mitbekommen haben, gab an, während der ganzen Zeit geschlafen zu haben. Nach dem Verschwinden des dreijährigen Mädchens weigerten sich beide Eltern, mit den Ermittlern zu kooperieren. Die vier Jahre alte Schwester der Vermissten brachte die Polizei in einer Pflegefamilie unter.

kia
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