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Für 18 Jahre Gratis-Netz Eltern benennen ihr Baby nach Internet-Anbieter

Für 18 Jahre Gratis-Netz: Eltern benennen ihr Baby nach Internet-Anbieter
© Anna Kraynova / Shutterstock
Ernsthaft? In der Schweiz haben sich Eltern dazu entschlossen, ihr Kind nach einem Internet-Anbieter zu benennen. Der versprach ihnen dafür 18 Jahre kostenloses Surfen…

Vielleicht machten die Mitarbeiter der Firma "Twifi" nur Spaß. Vielleicht wurde aus dem Scherz dann eine Werbekampagne. Und vielleicht ging man ohnehin nie davon aus, dass sich jemand bei ihnen melden würde. Doch damit hatte der Internetprovider die Aufopferungsbereitschaft junger Eltern unterschätzt, wenn es ums heilige Netz geht. 

"18 Jahre gratis Internet, wenn du dein Kind Twifia oder Twifius nennst"

Aber zurück zum Anfang: Der Internet-Anbieter "Twifi" hatte vor einiger Zeit eine durchaus ungewöhnliche Aktion gestartet. In sozialen Medien rief er dazu auf, ein neugeborenes Kind nach der Firma zu benennen. "18 Jahre gratis Internet, wenn du dein Kind Twifiaoder Twifius nennst", schrieben sie. 

Daraufhin hagelt es Spott. Das würde ohnehin keiner machen, hieß es in zahlreichen Kommentaren unter dem Beitrag. Doch da hatte man sich geirrt. Denn ein frisch gebackenes Elternpaar aus dem Schweizer Kanton Graubünden nahm den Ratschlag für die Namensfindung doch glatt dankend an.

Wie "Blick.ch" berichtet, hat ein Paar, das anonym bleiben möchte, tatsächlich eine Kopie einer Geburtsurkande eingeschickt – und dort stand es Schwarz auf Weiß: Sie hatten ihre Tochter Twifia genannt – allerdings nur mit drittem Namen.

"Ein wenig schämen wir uns auch", soll der Vater gegenüber "Blick" zugegeben haben. Da der Vorwurf, den Namen ihres Babys verkauft zu haben, sie sehr treffen würde, wollten beide lieber unerkannt bleiben. Es sei dem Paar aber nicht um das Geld gegangen. Vielmehr hätte es die Eltern gereizt, so einen außergewöhnlichen Namen zu vergeben. Zugegeben: Es gibt bestimmt nicht viele Mädchen, die Twifia heißen. 

Nun hält Twifi sein Versprechen – und Twifias Familie erhält wiederum 18 Jahre lang kostenloses Internet. Das gesparte Geld wollen die Eltern übrigens auf ein Konto für die Tochter einzahlen.


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