Herzergreifend! Sterbenskranke Kinder erzählen, was sie am Leben geliebt haben

Ein Kinderarzt fragt seine kleinen Palliativ-Patienten, was sie in ihrem Leben genossen haben und was ihnen viel bedeutet. Die Antworten publizierte er auf Twitter. Seine Message: "Kinder können so weise sein."

Dr. Alastair McAlpine ist pädiatrischer Palliativmediziner, heißt: Er arbeitet mit unheilbar kranken Kindern. Wer im Sterben liegt – ganz gleich, welchen Alters – kommt dem Sinn des Lebens deutlich nahe, wie der Arzt findet.

Also befragte er zahlreiche sterbende Kinder, was sie in ihrem Leben genossen haben, was ihrem Leben Bedeutung gab. Sein Fazit: "Kinder können so weise sein" und veröffentlichte vor ca. einem Jahr einige dieser Kinderantworten auf Twitter. Inzwischen zählt sein Tweet rund 155.000 Likes.

Kinder können so weise sein!

Sein erstes Fazit lautet: "KEINER sagte, er wünschte mehr ferngesehen zu haben. KEINER sagte, er hätte gerne mehr Zeit auf Facebook verbracht. KEINER sagte, er hätte Kämpfe mit anderen genossen. KEINEM gefiel der Aufenthalt im Krankenhaus."

Stattdessen erwähnten viele Kinder ihre Haustiere: "Ich liebe Rufus, sein lustiges Bellen bringt mich zum Lachen!" oder "Ich liebe es, wenn Ginny sich nachts an mich kuschelt und schnurrt!" und "Ich war am glücklichsten, als ich auf Jake am Strand entlang geritten bin!"

Zahlreiche Kinder machten sich auch Sorgen um ihre Eltern (die sich ja eigentlich Sorgen um sie machten!): "Ich hoffe, Mama wird es gut gehen. Sie scheint so traurig zu sein." oder "Papa muss sich keine Sorgen machen. Er wird mich bald wieder sehen." und "Gott wird sich um meine Mama und meinen Papa kümmern, wenn ich nicht mehr da bin."

Alle Kinder mochten Literatur: "Harry Potter machte mich mutiger!" oder "Ich liebe Geschichten im Weltall!" sowie "Ich will so ein großartiger Detektiv werden wie Sherlock Holmes, wenn ich wieder gesund werde." Der Appell von Dr. McAlpine an alle Eltern: "Lest euren Kindern vor! Sie lieben es."

"Viele Kinder wünschten, sie hätten weniger Zeit damit verbracht, sich darüber Gedanken zu machen, was andere von ihnen dachten", schreibt der Kinderarzt. Stattdessen schätzten sie diejenigen, die sie "normal" behandelt haben. So zitiert er ein krebskrankes Kind: "Meine wahren Freunde hat es nicht interessiert, als mein Haar ausfiel."

"Beinahe ALLE Kinder schätzten Freundlichkeit mehr, als andere Tugenden", berichtet der Kinderarzt. So erzählten die Kinder etwa: "Meine Oma ist so nett zu mir. Sie bringt mich immer zum Lachen." und "Jonny hat mir immer die Hälfte seines Sandwiches gegeben, wenn ich meins nicht mochte. Das war nett."

"Fast ALLE von ihnen liebten Menschen, die sie zum Lachen brachten", teilt der Arzt mit den Twitter-Nutzern. Sie mochten dümmliche Zauberer, die Grimassen des Vaters, den Furz des Jungen im Nachbarbett.

Weitere Dinge, die sterbende Kinder wertschätzten, und Dr. McAlpine in seinen Twitter-Posts aufzählt:

  • "Kinder lieben ihr Spielzeug und ihre Superhelden"
  • "Alle Kinder liebten Eiscreme"
  • "Viele von ihnen liebten es zu schwimmen – und am Strand zu sein, den Wellen zuzusehen, Sandburgen zu bauen."

Das liebten ALLE Kinder

Und zu guter Letzt gab es etwas, was wirklich alle Kinder wertschätzten: Zeit mit ihrer Familie zu verbringen. "Nichts war ihnen wichtiger", betont der Kinderarzt. "Mama und Papa sind die Besten!", "Meine Schwester umarmt mich immer fest" und "Niemand liebt mich so sehr wie meine Mami mich liebt" zitiert er die Kinder.

Der Ratschlag des Arztes an alle Eltern lautet zum Schluss wie folgt: "Seid nett. Lest euren Kindern mehr Bücher vor. Verbringt Zeit mit eurer Familie. Macht Witze. Geht zum Strand. Umarmt euren Hund. Sagt euren Liebsten, dass ihr sie liebt. Das sind die Dinge, die die Kinder gerne öfter getan hätten. Der Rest sind Nebensächlichkeiten. Oh...und esst Eiscreme!"

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kao

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Was wir von sterbenden Kindern lernen können
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