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Mecklenburg-Vorpommern Kein Scherz: : Dieser Kater will Bürgermeister werden

Kater "Quarky": Als Kandidat stünde er für eine Politik, die schnurrt.
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In Mecklenburg-Vorpommern bewirbt sich tatsächlich ein Kater um das Amt des Bürgermeisters. Trotz eines Rückschlags will sein Besitzer weiter für sein Haustier kämpfen - und ihm den Weg ins Rathaus ebnen.

Was ist passiert?

In der Stadt Demmin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) möchte Kater Quarky gerne Bürgermeister werden - zumindest wenn es nach seinem Besitzer Thorsten Lohr geht, der dne Wahlkampf für sein Haustier leitet.

Ein Kater als Bürgermeister? Das ist absurd.

Auf den ersten Blick vielleicht ja, aber auf den zweiten Blick? Immerhin hat noch nie ein Kater Straßen mit Wahlplakaten zugeklebt, Steuergelder veruntreut, rassistische Politik durchgesetzt, schlechte Bildungspolitik durchgesetzt oder seiner Stadt mit peinlichen Affären geschadet. Menschliche Bürgermeister haben das schon so oft getan, dass es erstaunlich ist, dass sie überhaupt noch zur Wahl stehen. Und mal ehrlich, wen möchten wir bei der Eröffnung einer neuen Straße oder Bücherei lieber sehen: Einen normalen Politiker oder eine freundliche Katze.

Das sind gute Gründe - kann ich den Kater tatsächlich ins Rathaus wählen?

Da gibt es aktuell noch eine kleine Hürde; der noch amtierende Bürgermeister hat die Kandidatur leider nicht genehmigt.

Weil er ein schlechter Verlierer ist?

Nein, weil jeder Kandidat seine Bewerbung selbst unterschreiben muss, was der Kater irgendwie verschlafen hat. Außerdem ist Quarky nicht volljährig, was zugegebenermaßen auch ein Problem ist.

Also doch kein Bürgermeister-Kater?

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen - Besitzer Torsten Lohr möchte für seinen Quarky vor Gericht ziehen und beruft sich auf Anwälte in Greifswald und Hamburg, die ihm schon kostenlose Unterstützung angeboten haben.

Okay, irgendwie ist es langsam nicht mehr lustig. Was soll der Quatsch?

Katzenbesitzer Lohr geht es neben der medialen Aufmerksamkeit, die sein Kater jetzt genießt, auch darum, den politischen Dialog in seiner Stadt anzuheizen. In seiner Heimatstadt Demmin herrscht führ ihn ein Mangel an politischer Beteiligung und offenem Austausch. Zumindest für Aufmerksamkeit und Gespräche habe allein die Bewerbung schon gesorgt, so Lohr.

Und wenn auf irgendwelchen Umwegen die Katze doch noch gewinnt?

Das wird wohl nicht passieren, ist aber im theoretischen Ernstfall auch kein Problem: Im US-Staat Alaska war ein Kater sogar 20 Jahre lang Bürgermeister eines kleinen Dorfes, ganz ohne Fauchen und Kratzen. Und auch Quarky gelobt, so sein Besitzer, eine Politik mit "Samtpfoten und eingezogenen Krallen".

Verwendete Quelle: RTL.de

Brigitte

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