Adoptierte Frau sucht ihre verschollene Schwester – und findet sie nebenan

Eine Frau aus Wisconsin, USA, hat nach jahrelanger Suche ihre leibliche Schwester wiedergefunden – im Nachbarhaus! 

Schicksal? Zufall? In jedem Fall kurios! Hillary Harris aus Eau Claire im US-Bundesstaat Wisconsin wurde als Baby adoptiert. Jahrelang versuchte sie, als junge Erwachsene das Puzzle ihres Familienstammbaums zusammenzusetzen. Erst recht, als sie vor sieben Jahren mit ihrer Tochter Stella schwanger wurde. 

Auf der Suche nach ihrer biologischen Familie trieb Harris eine Halbschwester Harris auf. Und auch den Namen ihres leiblichen Vaters, Wayne Clouse, fand die heute 31-Jährige heraus. Der war allerdings bereits 2002 gestorben – und die Spur zu ihrer anderen leiblichen Schwester verlor sich.

Suche im Internet blieb erfolglos

Zwar hatte Harris von der Adoptionsagentur den Namen der mittlerweile 50-Jährigen erfahren, Dawn Johnson. Doch obwohl Harris tausende Facebook-Profile und Fotos durchscrollte, fand sie kein Lebenszeichen ihrer Schwester. Bis ihre Nachbarin – mit der sie zuvor kaum mehr als ein "Hallo" ausgetauscht hatte – vergangenes Jahr beschloss, das Dach neu zu decken.

Das Paar war wenige Monate zuvor im Nachbarhaus eingezogen. Dass die Frau "Dawn" hieß und aus Greenwood stammte, genau wie Harris' gesuchte Schwester, darüber machten die 31-Jährige und ihr Freund zwar insgeheim Späßchen. "Ich sah sie immer an und dachte: 'Könnte sie es sein?'", sagte Harris gegenüber der "Washington Post". Aber: "Ich hab mich nie getraut, zu fragen. Ich wollte nicht neugierig sein und meine Nase in ihr Leben stecken."

Das änderte sich, als sie an jenem Tag den vollen Namen der Nachbarin auf einer Lieferung Dachschindeln entdeckten: Dawn Johnson. "Ich war platt", erzählt Harris. Sofort überkamen die junge Mutter Zweifel: "Was, wenn sie noch nie von mir gehört hat? Was, wenn es ein Geheimnis ist?"

"Ihre Hände sehen genauso aus wie meine"

Dennoch fasste sich Harris ein Herz und marschierte zu ihren Nachbarn rüber – erstmal nur, um ein lockeres Gespräch zu beginnen. "Ich fing an mit ihr zu reden und ich sah immer wieder auf ihr lockiges Haar. Ich habe lockiges Haar", zählt Harris die Parallelen zwischen den Frauen auf. "Ich sah auf ihre Hände – sie sehen genauso aus wie meine. Ich habe große Hände, Männerhände, wie ich sie nenne."

Weil sie sich in dem Moment nicht traute, schrieb Harris ihrer Nachbarin später eine SMS – mit der Frage nach ihrem leiblichen Vater. Da machte es bei Johnson ebenfalls Klick. Als Harris sie schließlich anrief, fragte die 50-Jährige unumwunden: "Du und ich, wir haben denselben Vater, richtig?" Anschließend telefonierten die Schwestern stundenlang – unter Tränen. Tränen der Freude, wie beide gegenüber der "Washington Post" betonen: "Ich konnte es kaum glauben, da ich ja keine Ahnung hatte, dass ich überhaupt eine Schwester habe", berichtet Johnson.

Seit ihrer Entdeckung vergangenes Jahr sind die Schwestern unzertrennlich geworden – und voll des Lobes: "Sie ist der liebevollste, perfekteste Mensch aller Zeiten", sagt Harris über ihre große Schwester. Gemeinsam mit Töchterchen Stella verbringen die drei nun jede freie Minute miteinander – um möglichst viel zusammen aufzuholen.

Videotipp:

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kia
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