Zerkarien in Badeseen: Was du jetzt über die Parasiten wissen musst

Zerkarien sind kleine Parasiten, die sich unter die Haut bohren. Zur Hochsaison klären wir auf, was du beim Baden aktuell beachten solltest!

Ein Sprung ins kalte Wasser ist für viele die perfekte Erfrischung im Sommer. Doch mit den heißen Temperaturen der letzten Monate sind auch die Gewässer nicht mehr so kühl wie erwartet. Zum Glück, mögen Frostbeulen nun meinen. Tatsächlich fühlen sich im warmen Wasser aber nicht nur Menschen wohl.

Was sind Zerkarien?

In Gewässern  bist du selten allein. Mit hoher Wahrscheinlichkeit tummeln sich darin sogar deutlich mehr Kleintiere als Menschen. Viele der Organismen sind so winzig, dass man sie mit bloßem Auge nicht erkennen kann. Auf der Wiese sind es die Grasmilben – im Wasser zählen dazu sogenannte Zerkarien.

Wenn Zerkarien groß sind, werden sie zu Saugwürmern. Vorher kommen sie in Larvenform daher. Die Parasiten werden auch Egelschnecken genannt. Der Name legt nahe, was die Erreger gerne tun: Sie sind auf der Suche nach einem Wirt, in dessen Haut sie sich bohren können.

Normalerweise befallen die Parasiten Vögel. In Badeseen verlassen sie sich jedoch auf ihre Sinne. Da unsere Haut der von Enten nicht unähnlich ist, nehmen sie ebenfalls mit Menschen vorlieb. Dort bohren sie sich in die obere Hautschicht, sterben hier jedoch ab.

Wenn wir den Zerkarienbefall merken, sind die Parasiten also meist schon tot. Etwa zehn Minuten nach dem Eindringen machen sich die Symptome bemerkbar. Es bilden sich kleine rote Flecken, die sich zu größere Quaddeln entwickeln und starken Juckreiz verursachen können. Bei wiederholtem Befall kann eine Zerkariendermatitis entstehen.

Der Ausschlag heilt in den meisten Fällen von alleine ab, was jedoch zehn bis 20 Tage dauern kann. Gegen den Juckreiz helfen kühlende Cremes und Antihistaminika. Empfindliche Menschen können jedoch stärker auf Zerkarien reagieren. Bei Fieber sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Wie schütze ich mich vor Zerkarien?

Prinzipiell ist der Befall nicht gefährlich und lässt sich nur durch das Meiden von befallenen Gewässern verhindern.

Prinzipiell hilft es also, aktuelle Warnungen zu verfolgen. Gut zu wissen: Immer nach einer akuten Schönwetterperiode schwärmen die Zerkarien aus. Hauptsaison haben die Parasiten Experten zufolge zu Beginn und zum Ende des Sommers noch einmal.

Wo gibt es Zerkarien?

Die Parasiten kommen weltweit im Gewässer vor. Prinzipiell gilt also: Überall dort, wo es auch Enten und andere Vögel gibt. Betroffen sind Badeseen, aber auch schon kleine Gartenteiche. Besonders in stehenden Gewässern fühlen sich Zerkarien wohl. Letztes Jahr wurde jedoch auch in der Ostsee vor Bakterien und Parasiten gewarnt.

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