Christiane Paul & Co.: Was würden diese Promis machen, wenn das Ende naht?

Bei der Premiere der Sky-Katastrophenserie "8 Tage" auf der Berlinale sinnieren die Stars, wie sie ihre letzten Tage verbringen würden.

Um genau diese Frage dreht es sich in der neuesten Sky-Produktion, die am 1. März startet. Im Fokus der achtteiligen Serie "8 Tage" steht das Katastrophen-Szenario: Ein Asteroid rast auf die Erde zu und droht Europa zu zerstören. Die erstklassige Crew, Prominenz - auf dem Roten Teppich erschienen u.a. Veronica Ferres (53) und Maria Furtwängler (52) - und viele Gäste feierten am gestrigen Mittwoch auf der Berlinale im legendären Zoo-Palast Premiere.

Christiane Paul (44), frühlingshaft gekleidet im Prada-Kleid mit floralen Elementen, übernahm in der spannungs- und emotionsgeladenen Serie eine der Hauptrollen. Sie verkörpert als Susanne eine toughe Mutter und Ärztin, die mit enormem Einsatz um das Überleben ihrer Familie kämpft. Was würde sie tun, wenn ihr nur noch acht Tage blieben? Paul ist sich sicher: "Ich bin sehr lösungsorientiert und würde auf alle Fälle alle Kräfte mobilisieren, um nicht zu sterben. Meine Kinder zu retten, hätte auf jeden Fall Priorität. Aber wenn gar nichts mehr ginge, möchte ich die letzten Tage auf jeden Fall im Kreis meiner Liebsten verbringen." Eine Sache, die sie noch unbedingt machen würde? "Ins Schweigekloster gehen. Das stelle ich mir reinigend vor, dass sich die Welt dort für einen neu ordnet..."

Filmpartner Mark Waschke spielt in der Serie Pauls Ehemann, den Physiklehrer Uli und zweifachen Familienvater, der mit Schleppern über die grüne Grenze gen Russland zu fliehen versucht. In Bezug auf seine letzten Tage ist sich der 46-Jährige nicht sicher: "Wir können uns in guten Tagen eine schöne Sache überlegen, aber wenn es hart auf hart kommt, ums nackte Überleben geht, dann verhalten wir uns wahrscheinlich doch animalisch und es herrscht wieder das Gesetz des Stärkeren." An seiner Rolle haben ihn besonders die Brüche des Charakters gereizt. Er verkörpert einerseits einen ganz normalen Familienvater, der ein Held sein muss, um seine Familie zu retten, aber auch feige reagiert, dann wieder Stärke zeigt. "Die Frage, die mich beschäftigt hat, war: Wie beeinflusst unser Leben im Privaten die Gesellschaft im Großen?"

Regisseur Ruzowitzky würde "mit der Familie im Garten sitzen und Rotwein trinken"

Die Regie der Serie teilten sich Michael Krummenacher (33) und Oscar-Gewinner Stefan Ruzowitzky (57, "Der Fälscher"), der in seinen letzten Tagen auf keinen Fall nach dem "Kick" suchen würde: "Ich würde mit meiner Familie im Garten sitzen und Rotwein trinken." Im Bezug auf den aktuellen deutschen Oscar-Anwärter "Werk ohne Autor", gibt er zu, den Film noch nicht gesehen zu haben, will das aber unbedingt nachholen. Sein Sieger-Tipp ist allerdings der mexikanische Film "Roma".

Im Gegensatz zu ihrem Regisseur würde Schauspielerin Luisa-Céline Gaffron (26), die in der Serie die junge und lebenshungrige Nora spielt, es in den letzten Tagen ihres Daseins ordentlich krachen lassen. Gaffron: "Ich würde alles Geld, was ich habe, verballern und alle einladen. Zum Flughafen fahren und in irgendeinen Flieger steigen und mich überraschen lassen, wo es hingeht. Fallschirm springen, alle Menschen, die mir wichtig sind, sagen, dass ich sie liebe, feiern, Spaß haben!"

Nora Waldstätten: "Noch einmal Botticellis Venus sehen - und eine große Portion Spaghetti Carbonara"

Nora Waldstätten (37), in der Serie eine gefühlsschwankende Schwangere auf der Flucht in die USA verkörpert, würde ihre letzten Tage in Florenz und von Kunst umgeben erleben: "Ich war noch nie in den Uffizien. Noch einmal die Venus von Botticelli sehen, eine große Portion Spaghetti Carbonara essen, das wär's für mich."

Als entrückter Jesus-Freak setzt sich Herzensbrecher David Schütter (28) in "8 Tage" in Szene. Und gibt offen zu, dass er nicht wüsste, was er tun würde, wenn das Ende naht: "Würde ich mich mit allen vertragen? In die Südsee fliegen? Im Frauenkleid rumlaufen und Lippenstift tragen? Oder doch einfach bloß meinen Arsch retten?"

Lena Klenke (23) spielt in "8 Tage" eine Tochter, die mit der Familie auf der Flucht ist - und in den letzten Tagen vor dem Untergang ihre Sexualität erwachen fühlt. Auch sie tut sich schwer mit einer persönlichen Entscheidung für die letzten Tage: "Da bleibt dann wohl nur die Hoffnung..." Sie fand an ihrer Rolle den aktuellen Bezug auf die Flüchtlingssituation spannend: "Der Film führt vor Augen, wie schnell es gehen könnte, dass dieses Mal wir Deutschen diejenigen sind, die Hilfe im Ausland suchen. Und was es heißt, alles aufgeben zu müssen..."

Claude Heinrich: 12-Jähriger mit Oscar-Ambitionen

Leonies kleiner Bruder Jonas wird von dem 12-jährigen Claude Heinrich verkörpert. Der Teenie war der Jüngste am Set, aber ist schon ein Profi, der in zahlreichen Produktionen mitgespielt hat. In seinem nächsten Film verkörpert er Panik-Sänger Udo Lindenberg als Kind. Der Sohn einer Sprecherin und eines Musikers hat drei sehr gute Wünsche für sich: "Ein gutes Leben zu führen und einen Oscar zu gewinnen."

Thomas Prenn (25) kam direkt von der renommierten Schauspielschule Ernst-Busch ans Set und war sofort Feuer und Flamme für die Top-Produktion mit großer Besetzung. Wenn ihm noch "8 Tage" blieben, würde er versuchen, gelassen zu bleiben. "Im Sommer habe ich mir in Brasilien einen schweren Infekt zugezogen und musste ins Krankenhaus. Ich lag einfach nur noch da und wollte nur schlafen, schlafen, schlafen. In dem Moment habe ich auch über das Sterben nachgedacht."

Gestorben wurde aber gestern im Gegensatz zur Filmfiktion nicht, sondern bis in die Morgenstunden in der "Wilden Renate" bei Burger, Currywurst, Bier und Drinks gefeiert. Die Serie startet am 1. März ab 20:15 Uhr mit zwei Folgen auf Sky 1, alle acht Episoden sind aber auch über Sky Ticket und Sky Go abrufbar.

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