Collien Ulmen-Fernandes: "Ich will, dass meiner Tochter die Welt offensteht"

"Ich möchte, dass meiner Tochter die Welt offensteht", erklärt Collien Ulmen-Fernandes pünktlich zum Weltfrauentag.

Wenn es um inspirierende Frauen geht, fällt Schauspielerin, Moderatorin und Autorin Collien Ulmen-Fernandes (37) vor allem ein Name ein: Pippi Langstrumpf. "In meiner Kindheit hätte ich sie gerne als Freundin gehabt", verrät sie im Interview am Rande der Verleihung des Iconista Awards, der in diesem Jahr an Kristina Vogel (28) geht.

Die Olympiasiegerin sitzt nach einem schweren Trainingsunfall im Rollstuhl. Doch statt mit ihrem Schicksal zu hadern, strahlt Vogel Lebensfreude und Optimismus aus. Der 2018 gegründete "Iconista presented by Barbie"-Channel bietet inspirierenden Frauen pünktlich zum Weltfrauentag am 8. März eine Bühne. Vogel wird zudem mit einer einzigartigen, ihr nachempfundenen Barbie geehrt. Die legendäre Puppe feiert am 9. März ihren 60. Geburtstag. Für ihre sechsjährige Tochter hat Collien Ulmen-Fernandes eine ganz besondere Barbie zuhause stehen.

Der 2018 gegründete "Iconista presented by Barbie"-Channel bietet inspirierenden Frauen eine Bühne. Welche Frauen haben sie selbst geprägt, haben Sie Vorbilder?

Collien Ulmen-Fernandes: Pippi Langstrumpf fand ich immer cool. In meiner Kindheit hätte ich sie gerne als Freundin gehabt. Sie ist ja die Emanzipation schlechthin und ein Sinnbild dafür, dass Mädchen alles tun dürfen, worauf sie Lust und woran sie Spaß haben. Genauso ist es mit Barbie, die seit 60 Jahren beweist, dass man alles sein kann.

In diesem Jahr wird Sportlerin Kristina Vogel mit einer One-of-kind-Barbie geehrt. Wie sehr hat sie das Schicksal der Bahnrad-Olympiasiegerin berührt?

Ulmen-Fernandes: Ich finde es total großartig. Was für eine starke Powerfrau, die ihrem Schicksal die Stirn bietet und sich nicht unterkriegen lässt. Diese mitreißende Energie, die sie versprüht, finde ich toll. Kristina Vogel ist eine verdammt coole, bewundernswerte, taffe Frau.

2019 feiert Barbie ihren 60. Geburtstag. Haben Sie heute noch Barbies zuhause?

Ulmen-Fernandes: Ich finde es toll, dass Barbie mit der Zeit geht und dass es Barbie inzwischen auch mit flachen Schuhen gibt, sowie in zig verschiedenen Hautfarben und Körperformen. Ich als mediumdunkle indisch-ungarische Viertelportugiesin, die gerade mal knapp über einen Meter groß ist, kaufe meiner Tochter natürlich das Modell klein und mitteldunkel. Schön, dass es das inzwischen gibt.

Was ist Ihnen in der Kindererziehung besonders wichtig?

Ulmen-Fernandes: Ich möchte, dass meiner Tochter die Welt offensteht und sie das Gefühl hat, dass sie alles erreichen kann, was sie erreichen möchte und dass sie sich nicht einreden lässt, dass Mädchen gewisse Dinge nicht können.

Wie würden Sie sich selbst als Mutter beschreiben?

Ulmen-Fernandes: Streng. Aber trotzdem nett. Eine nette, strenge Mutter.

Warum halten Sie anders als viele Ihrer Kollegen Ihre Tochter aus der Öffentlichkeit fern?

Ulmen-Fernandes: Ich möchte nicht für sie entscheiden, ob sie öffentlich ist oder nicht. Ich möchte, dass sie das selbst entscheidet und zwar in einem Alter, in dem man die Tragweite des Themas Öffentlichkeit verstehen kann. Ich will nicht, dass sie vor Kameras aufwächst und sich als Erwachsene für peinliche Boulevard-Fotoshootings schämt, weil ihre Eltern sie in ihrer Kindheit vor die Kamera gezerrt haben.

Will Ihre Tochter auch Schauspielerin werden - und welchen Beruf würden Sie sich wünschen?

Ulmen-Fernandes: Ihr Berufswunsch wechselt aktuell täglich zwischen Bürgermeisterin, Schauspielerin, Tierärztin und Hotelbesitzerin. Ich wünsche ihr, dass sie nach einer erfolgreichen Zeit als Bürgermeisterin ein Hotel aufmacht. Ein Tierhotel. Für kranke Tiere, die in ihrem Hotel genesen und von ihr als tierverarztende Hotelbesitzerin behandelt werden. Alles ist möglich.

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