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Corona-Isolation: Die besten Tipps fürs Haareschneiden und Styling

Wenn der Friseur zu hat, müssen wir wohl selbst zur Schere greifen.
Wenn der Friseur zu hat, müssen wir wohl selbst zur Schere greifen.
© Kamil Macniak / Shutterstock.com
Während der Corona-Krise müssen Friseursalons geschlossen bleiben. Wer selbst zur Schere greifen will, sollte diese Tipps beachten.

Im Zuge der Corona-Maßnahmen müssen Friseursalons in Deutschland seit dem 22. März geschlossen bleiben. Auch Hausbesuche sind wegen des Kontaktverbots nicht erlaubt. Klar, dass der ein oder andere nun in Sorge um seine Frisur ist - schließlich müssen viele Berufstätige sich aus dem Homeoffice täglich in Videokonferenzen den Kollegen präsentieren. Der Gedanke, sich die Haare einfach selbst zu schneiden, ist so manchem sicher schon gekommen. Mit diesen Tricks klappt das Styling zu Hause.

Eines sollte allen klar sein: Bei einer ungeschulten Hand ist es ratsamer, die Finger von der Schere zu lassen. Besonders drastische Veränderungen wie Stufen- oder Kurzhaarschnitte bergen ein hohes Risiko, da Missgeschicke schnell auffallen.

Seitenscheitel bei zu langem Pony

Spätestens wenn dünne Fransen die Sicht behindern, ist klar: Der Pony müsste dringend nachgeschnitten werden. Doch das kann knifflig sein. Wer nicht selbst zur Schere greifen will, kann sich eines einfachen Styling-Tricks bedienen: Mit einem Stift oder Kamm einen Seitenscheitel ziehen, dann fällt der Wildwuchs gar nicht auf. Oder man nimmt den Pony mit einem Haarreif, Haarklammern oder einem Bandana zurück.

Pony schneiden

Die Ponypartie ist mit einem Kamm sauber abzuteilen. Damit die Strähnen an den Seiten nicht ins Gesicht fallen und beim Schneiden stören, steckt man sie am besten mit Klammern nach hinten, oder macht einfach einen Zopf, falls die Haare dafür lang genug sind. Wer einen geraden Pony schneiden will, nimmt einfach eine schmale Strähne aus der Mitte wischen Zeige- und Mittelfinger und schneidet die Haare unterhalb der Finger ab. Um harte Kanten zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Strähnen von unten einzufransen. So nach und nach zu allen Seiten vorarbeiten.

Wenn die lange Mähne im Weg ist

Einen großen Vorteil haben lange Haare: Sie eignen sich ideal für Flechtfrisuren. Zum Glück ist das Internet voll von Anleitungen und Video-Tutorials, die einen Schritt für Schritt in die Kunst des Fishtail, Double Dutch und Milchmädchen-Looks einführen. Da dafür zu Anfang viel Konzentration erforderlich ist, eignet sich Flechten außerdem als Achtsamkeitsübung, gleichzeitig trainiert man damit die Feinmotorik. Am besten klappt es, wenn die Haare einigermaßen fettig sind, das gibt dem Zopf einen besseren Halt.

Alternativ kann die Zopf-Schneide-Methode Abhilfe schaffen: Die feuchten Haare zu einem Pferdeschwanz am Hinterkopf zusammen nehmen und in gleichmäßigen Abständen mit Haargummis fixieren, bis am unteren Ende nur noch so viel übrig bleibt, wie weggeschnitten werden soll. Das Zopfende drückt man platt und macht einen geraden Schnitt mit der Haarschere. Ideal ist jedoch, wenn jemand aus dem Haushalt die Schere führen kann.

Spitzen selbst kürzen

Für den Fall, dass der Anblick der Haarspitzen unerträglich wird, gilt: Haare am besten im trockenen Zustand schneiden, eine richtige Haarschneide-Schere verwenden und nicht mehr als einige Zentimeter abschneiden. Dazu einen Mittelscheitel vom Haaransatz bis zum Nacken ziehen und die Haare in zwei Hälften teilen. Dann die Haare nach vorne über die Schultern legen und für eine Seite entscheiden: Die Haare in der gewünschten Länge zwischen Zeige- und Mittelfinger nehmen und die Spitzen unterhalb der Finger abschneiden - Schnitt für Schnitt, damit keine unschönen Kanten entstehen. Dann den Vorgang auf der anderen Seite wiederholen. Aber Vorsicht: Lieber Stück für Stück der Wunschlänge annähern, als womöglich zu viel wegnehmen.

Ein Trick empfiehlt sich für diejenigen, die lediglich Spliss beseitigen wollen: die Zwirbel-Methode. Hierzu nimmt man am besten eine etwa drei Zentimeter dicke Strähne zur Hand und zwirbelt sie zu einem dünnen Zopf zusammen; die kaputten Spitzen, die herausstehen, vorsichtig abschneiden.

Bart trimmen leicht gemacht

Auch Männerhaar will gepflegt und umsorgt sein. Wer einen Vollbart hat und ihn stutzen möchte, kann das entweder mit einem Barttrimmer oder einer Schere machen. Den Trimmer auf die größte Schnittlänge einstellen und langsam bis zur Wunschlänge vortasten. Bei langen Bärten ist es zudem sinnvoll, sie vor dem Schneiden zu kämmen, um mögliche Knoten zu lösen. Mit der Schere kann man entweder Freihand arbeiten oder sich an einem Bartkamm orientieren. Mit diesem durch den Bart fahren und bei der gewünschten Länge stoppen. Haare, die über den Kamm hinausragen, dürfen der Schere zum Opfer fallen. Auch hier gilt die Empfehlung: Lieber langsam zur Wunschlänge vortasten.

Schnauzer stutzen

Auch beim Schnurrbart gilt: besser nicht zu viel Länge wegnehmen. Entweder die Trimmer-Einstellung von kurz zu lang wechseln oder gleich die Schere verwenden: Die Barthaare nach unten kämmen und kurz vor der Oberlippe gerade abschneiden. Soll der Bart ganz ab, kann man kaum etwas falsch machen. Mit dem Trimmer in Wuchsrichtung fahren und das Haar rieseln lassen.

Ganz klar: Ein Vollbart braucht eine andere Pflege als ein Stoppelbart. Während Ersterer nur ab und zu Nachhilfe braucht, erfordert der Stoppelbart regelmäßiges Stutzen, etwa alle zwei bis drei Tage. Die typische Länge beträgt zwischen 0,5 und 5 Millimetern. Am besten trimmt man den Bart entgegen seiner Wuchsrichtung, beginnend am Kinn. Dazu langsam über den Hals fahren und sich zum Kiefer und schließlich zu den Koteletten vorarbeiten, danach der Oberlippe widmen. Für definierte Kanten lohnt es sich, anschließend zum Nassrasierer zu greifen.

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