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Corona-Krise: Was du jetzt für deine Finanzen tun kannst

Die Corona-Krise sorgt jetzt bei vielen Menschen für finanzielle Sorgen.
Die Corona-Krise sorgt jetzt bei vielen Menschen für finanzielle Sorgen.
© WAYHOME studio / Shutterstock.com
Die Corona-Krise birgt massive Folgen für die finanzielle Lage vieler Bürger. So sollten Sie jetzt reagieren.

Die Corona-Krise wirkt sich weltweit massiv auf die wirtschaftliche Lage aus. Vielen Unternehmen droht nach einem mehrwöchigen Stillstand die Insolvenz, Arbeitnehmer erhalten zum Teil kein volles Gehalt mehr. Nun treten Sorgen auf, Fixkosten wie etwa die Miete, Versicherungen oder andere Rechnungen nicht mehr zahlen zu können. Dennoch dürfte es aktuell einigen finanziell helfen, "dass sie aufgrund der Beschränkungen weniger Geld im Alltag ausgeben, weil Geschäfte und Restaurants geschlossen sind", erklärt Henning Jauernig, Finanzexperte und Autor von "Young Money Guide", im Interview mit spot on news.

Miete aufschieben

Auch in Sachen Miete kann Jauernig die Sorgen einiger Menschen besänftigen: "Verbraucher, die ihre Miete aufgrund der Corona-Krise nicht mehr zahlen können, können zumindest ihre Miete für drei Monate aussetzen, ohne dass ihnen der Vermieter kündigen kann." Er betont jedoch, dass Mieter weiterhin zur Zahlung der Miete verpflichtet seien, denn die sei dabei lediglich aufgeschoben.

"Auch Wohnungskäufer können sich auf das vom Gesetz geschaffene Moratorium berufen. Demnach kann ein Verbraucher die Zahlung bis zum 30. Juni 2020 verweigern, wenn er unter den Auswirkungen der Corona-Krise leidet", fügt Jauernig hinzu.

Aktien nicht verkaufen

Wer sein Geld in Aktien investiert hat, solle jetzt nicht in Panik verfallen und alles verkaufen, sondern "zunächst die Ruhe bewahren". "Die Erfahrung zeigt, dass es zumindest für langfristig orientierte Anleger sinnvoll ist, das Auf und Ab an den Börsen einfach auszusitzen [...]. Zwischen 1975 und Ende 2018 haben Indexfonds, die den Weltaktienindex MSCI World abbilden, eine durchschnittliche Rendite von 8,7 Prozent pro Jahr erzielt - dabei sind auch schwere Krisen wie der Lehman-Crash von 2008 berücksichtigt. Anleger sollten am besten also gar nicht reagieren", so der Finanzexperte. "Denn nur wer jetzt aussteigt, hat das derzeitige Minus an den Börsen zu einem tatsächlichen Verlust gemacht."

Darüber hinaus sehe Jauernig die Corona-Krise als eine gute Gelegenheit, um jetzt in den Aktienmarkt einzusteigen. Warum? "Selbst wenn es am Aktienmarkt noch weiter nach unten gehen sollte, ist nicht so viel verloren. Umgekehrt profitiert man, wenn sich die Kurse erholen."

SpotOnNews

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