Dagmar Wöhrl: Das sagt sie zum Ausstieg von "Löwe" Frank Thelen

"Die Höhle der Löwen"-Investorin Dagmar Wöhrl verrät im Interview, was sie an ihrem scheidenden Kollegen Frank Thelen vermissen wird.

Dagmar Wöhrl (65) wird auch in der siebten Staffel "Die Höhle der Löwen" ("DHDL") als Investorin auf einem Löwen-Stuhl Platz nehmen (ab 10. März, 20:15 Uhr bei VOX). Für Kollege Frank Thelen (44) ist es der letzte Auftritt als Deal-Macher. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news verrät Wöhrl, was sie an ihm besonders geschätzt hat und wie sie seinen Nachfolger Nico Rosberg (34) einschätzt.

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Seit 2017 sind Sie bei "Die Höhle der Löwen" dabei. Welcher Deal blieb Ihnen am meisten in Erinnerung?

Dagmar Wöhrl: Mein emotionalster Deal ist der mit Anna Vonnemann. Sie hatte 2017 eine elektronische Gehhilfe vorgestellt, die sie für ihre Tochter entwickelt hatte. Dindja hatte bereits im Bauch der Mutter einen Schlaganfall erlitten und die Ärzte prognostizierten ihr damals, dass sie spätestens mit zehn Jahren im Rollstuhl sitzen würde. Mit dem Herz einer Löwenmutter kämpfte Anna Vonnemann dagegen und entwickelte in ihrer Küche den MoveAid. Wenn man an ihrem Küchentisch sitzt und die Spuren dieser Entwicklung sieht, ahnt man, mit welcher Motivation Anna an diese Entwicklung herangegangen ist. Umso glücklicher sind wir, dass das Gerät Ende 2019 die medizinische Zulassung erhalten hat.

Und was war der skurrilste Deal für Sie?

Wöhrl: Zu dem ungewöhnlichsten Deal gehört ganz klar "HappyPo", die mobile Podusche. Viele Menschen haben erhebliche Probleme, die HappyPo lindern kann, egal ob bei Darmproblemen oder kurz nach einer Geburt. Obwohl mein Deal damals - auch von meinen Kollegen - belächelt wurde, entwickelte er sich zu einem soliden, gewinnbringenden Unternehmen. Darauf bin ich sehr stolz.

Die Sendung geht in die siebte Staffel. Was ist das Erfolgsrezept der Show?

Wöhrl: Bei "Die Höhle der Löwen" werden oftmals Produkte vorgestellt, wo man sich fragt "Warum ist mir das nicht eingefallen?". Und genau das ist es, was die Zuschauer begeistert. Die enorme Strahlkraft dieser Sendung. Sie animiert Menschen dazu, ebenfalls mutig zu sein und den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen. Wir haben schon einige Gründer in der Show gehabt, die Fans der ersten Stunde sind und durch die Sendung motiviert wurden, es selbst zu probieren. Eine bessere Bestätigung kann es für eine Sendung nicht geben.

Hat ein "DHDL"-Produkt Ihren eigenen Alltag bereichert?

Wöhrl: Da gibt es viele. Ich liebe zum Beispiel unsere kleinen "Waterdrops", Geschmack für das Wasser, ohne Zuckerzusatz und nur aus natürlichen Fruchtessenzen. Ohne diese Drops gehe ich schon nicht mehr aus dem Haus. In unserer heimischen Küche verwenden wir zum Süßen nur noch unseren "Panela"-Zucker. Unsere Gründerin Anna verarbeitet den Rohrohrzucker bereits in ihrem Heimatland Kolumbien und durch den geschäftsmäßigen Anbau eröffnet sie den Bauern vor Ort echte Perspektiven zum Kokaanbau.

Es ist die letzte Staffel für Frank Thelen. Was haben Sie an Ihm geschätzt und was werden Sie weniger vermissen?

Wöhrl: Natürlich war Frank unser Tech-Freak. Keiner konnte Apps-Anbieter so gut auseinandernehmen wie er. Seinen technischen Verstand werde ich schon vermissen. Weniger vermissen werde ich seine offen ausgelebte Unfähigkeit, einen Haushalt zu führen. Keiner konnte so überzeugend sagen: "Ich koche/staubsauge/wasche nicht, daher kann ich dazu nichts sagen."

Haben Sie selbst auch schon an einen Ausstieg gedacht?

Wöhrl: Nein. Ich konzentriere mich auf unsere momentanen Aufzeichnungen für die Herbststaffel. Was danach kommt, hängt ja auch vom Sender ab.

Nico Rosberg ist sein Nachfolger. In einem unserer Interviews haben Sie ihm Durchsetzungsvermögen attestiert. Wie schlägt er sich, ist er ein großer Konkurrent?

Wöhrl: Sehr gut. Man merkt, dass er seit Jahrzehnten vor der Kamera steht. Er hat sehr präzise Vorstellungen von dem, worin er investieren will. Er wird eine Bereicherung für die Sendung sein.

Vor kurzem wurde die Hautkrebserkrankung von Carsten Maschmeyer öffentlich. Wie haben die Löwen davon erfahren und wie hat es sich auf die Sendung ausgewirkt?

Wöhrl: Wir haben davon über den Produzenten erfahren. Ich für meinen Teil habe ihm auf privatem Wege herzliche Genesungswünsche übermittelt und stehe auch jetzt mit ihm in Kontakt. Ich hoffe, er kommt ganz schnell wieder - ich vermisse seinen Humor.

Sie haben vor kurzem in einem TV-Interview über den Tod ihres Sohnes gesprochen. Warum war es Ihnen wichtig, darüber zu sprechen und welche Reaktionen haben Sie darauf bekommen?

Wöhrl: Das Gespräch war so nicht geplant. Die Reaktionen waren überwältigend. Ich habe mich vor allem über Zuspruch von Müttern oder Vätern gefreut, denen das gleiche widerfahren ist. Das baut auf. Mein Sohn ist für mich allgegenwärtig und ich spreche sehr oft mit ihm. Das ist mir auch am liebsten, denn ich möchte das Thema nicht permanent in der Öffentlichkeit behandeln.

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