Kerzen-Gründerin liefert in "Höhle der Löwen" ab – doch nach der Sendung platzte der Deal!

In der neuen "DHDL"-Folge hätten die Produkte nicht unterschiedlicher sein können. Eine junge Gründerin heimste besonders viel Lob ein, ergatterte einen Deal – zu dem es später aber so nie kam, wie jetzt bekannt wurde.

Vom essbaren Strohhalm über einen spiralförmigen Wäschetrockner bis hin zum stylischen Yogaboard: Sechs Gründer stellten sich in der jüngsten Folge erneut dem gnadenlosen Urteil der Investoren in der "Höhle der Löwen". Nicht alle Nachwuchs-Unternehmer konnten sich über einen Deal freuen. Eine 26-Jährige schon: Sie  erhielt besonders viel Lob, vor allem für ihren starken Auftritt und ihr überzeugendes Konzept. Am Ende sollte aber doch alles anders kommen.

Gute Story, hoher Gewinn & ein Platz in der Familie – oder?

"Der stärkste Auftritt einer Gründerin, den wir je hatten", lobte Judith Williams in der VOX-Sendung Kandidatin Katharina Baumann. Die 27-Jährige war mit ihrem Start-up "Design Bubbles" angetreten. Zu ihrer Idee – hochwertige Kerzen aus Bio-Sojawachs in leere Champagnerflaschen zu füllen – erzählte sie die passende Geschichte: Mit einer Freundin habe sie ihren erfolgreichen BWL-Abschluss gefeiert und dazu eine Flasche Schampus geköpft. Später brauchte sie ein Geburtstagsgeschenk für eben diese Freundin, bastelte aus der geleerten Flasche eine Kerze – und geboren war "Design Bubbles".

Mit ihrem souveränen Auftritt begeisterte die studierte Betriebswirtin durch die Bank weg alle Löwen. Beeindruckt waren die Profis dabei auch von der Marge an dem Produkt: Bei Herstellkosten von 9 Euro verkauft Baumann ihre Luxus-Kerzen für Preise zwischen 49 und 119 Euro. Ein sattes Sümmchen, das da an Gewinn übrig bleibt. Und so hat die junge Frau im vergangenen Jahr auch bereits 40.000 Euro Gewinn erwirtschaftet, wie sie den Löwen stolz erklärte.

Zum Deal für "Design Bubbles" kam es nie

Baumann, die für den Pitch ihre Mitarbeiterin Julia lieber draußen warten ließ, forderte ein Investment von 200.000 Euro für 15 Prozent Firmenanteile.  Dagmar Wöhrl fand Gefallen an der jungen Frau, die nach eigenem Bekunden "gut in ihre Familie" passen würde, und bot 200.000 Euro für 25 Prozent. 

Der Deal begeisterte allerdings nicht jeden: In den sozialen Netzwerken erntete die Gründerin auch Häme für den stolzen Preis ihrer Kerzen.

Unerwartete Wendung: Obwohl sie in der Show freudestrahlend zusagte, wollte Baumann offenbar im Nachhinein das Angebot von Dagmar Wöhrl nicht mehr haben. Wie "Gründerzene" berichtet, lehnte die junge Frau das Geschäft – Geld gegen Firmenanteile – dann doch ab. "Die CEO wolle ihr Unternehmen allein und ohne Investor aufbauen", heißt es in dem Bericht. Möglich, dass der jungen Frau schon die Publicity durch den TV-Auftritt reichte?

Die fünf weiteren Gründer aus der jüngsten "Höhle der Löwen"-Folge:

"Eatapple": Der essbare Strohhalm aus Äpfeln

Der Europa- und Weltmeister im Gewichtheben Konstantin Neumann (21) stellte gemeinsam mit seinen Partnern Philipp Silbernagel (26) und Danilo Jovicic (29) die Alternative zum Plastikstrohhalm vor, für die sie 200.000 Euro für acht Prozent Firmenanteile forderten. "Wir sagen Plastikmüll den Kampf an", lautete das Motto, unter dem sie den essbaren Strohhalm "Eatapple" präsentierten. "Essen können Sie den alleine, der schmeckt gruselig", urteilte Carsten Maschmeyer (59). Allerdings lobte er durchaus den nachhaltigen Aspekt der Idee. Auch Frank Thelen (42) befand: "Es riecht komisch und es schmeck komisch." Den verbliebenen drei Löwen Dr. Georg Kofler (61), Dagmar Wöhrl (64) und Ralf Dümmel (51) erging es ähnlich. Am Ende konnten die Gründer keinen der Unternehmer für sich gewinnen.

"Trockenfix": Der kleine, schnelle und glatte Wäschetrockner

Der ehemalige Versicherungsvertreter Andreas Plath (48) aus Hamburg hatte für die Löwen die Lösung parat, um Bettwäsche optimal trocknen zu können. "Man sagt mir nach, ich hätte ständig Gewitter im Kopf", sagte er über die Entstehung der Idee, für die er 150.000 Euro für 20 Prozent Firmenanteil forderte. "Beim Trockenfix handelt es sich um eine spiralförmig gedrehte Stange, auf die die Bettwäsche einfach aufgezogen wird", erklärte Plath. Frank Thelen war schnell raus, weil er Haushalt nicht an seine Stärke sah, ebenso entschieden sich Wöhrl und Maschmeyer dagegen. Letzterer wünschte aber "fix Erfolg mit Trockenfix". Dümmel und Kofler boten beide jeweils 200.000 Euro für 49 Prozent. Der Norden gewann am Ende gegen den Süden Deutschlands: Der Gründer entschied sich als "Hamburger Jung" für Dümmel.

"Pook": Knackige Kokosnuss-Chips aus Thailand

Kanokporn Holtsch (37) - Spitzname Pook - stellte den Löwen ihre "Pook Coconut-Chips" vor. Unterstützt von Mann Michael und ihren Kindern wünschte sich die in Thailand geborene Berlinerin 200.000 Euro für zehn Prozent. Geschmacklich überzeugten die ohne Fett gerösteten Kokosnussstreifen in den drei Geschmacksrichtungen "Original Sea Salt", "Mango Sea Salt" und "Chocolate Sea Salt" alle Löwen bis auf Maschmeyer, der auf Kokosnüsse allergisch ist und deswegen gleich ausstieg.

Das erste Angebot kam von Dr. Georg Kofler, war aber mit einem Haken verbunden: "Ich biete Ihnen 300.000 und möchte dafür 26 Prozent haben. Dieses Angebot gilt nur in den nächsten 60 Sekunden. Wenn Sie das annehmen, haben wir einen Deal, wenn Sie es nicht annehmen, bin ich raus." Die 37-Jährige pokerte allerdings und entschied sich auf Anraten von Dümmel dafür, abzuwarten. Dieser trumpfte gleich auf: "Ich sage Ihnen jetzt vier Sachen: Mega, mega, mega, mega." Er bot 200.000 Euro für 20 Prozent. Frank Thelen und Dagmar Wöhrl schlossen sich an und boten dieselben Konditionen. Als die Gründer nachverhandeln wollten, sprang Thelen als Investor verärgert ab. Das bedeutete den zweite Deal des Tages für Dümmel!

"Yogaboard": Innovation verbunden mit einem Trend

Nach den Chips ging es sportlich weiter. Patrick Walter (31) und Dominic Strobel (30), Freunde aus Kindheitstagen, stellten den Gründern ihr bereits mit dem ISPO Award Gold ausgezeichnetes "Yogaboard" zum Einzelpreis von rund 360 Euro vor. Bereits 200.000 Euro stecken in ihrem Produkt, von den Löwen wünschten sie sich 275.000 Euro für zehn Prozent. Während sich fast alle Investoren dafür begeistern konnten, das stylische Holzbrett kurz zu testen, war das Feedback für die beiden jungen Herren aus Würzburg im Anschluss dann eher ernüchternd. Sie mussten die Höhle ohne einen Deal, aber mit viel Lob für ihr Produkt verlassen.

"CurveSYS": Smartes Sicherheitstool für das Lenkrad

Denis Güzelocaks Vater hatte vor einigen Jahren als Beifahrer einen schweren Autounfall. Unfallursache war der Sekundenschlaf am Steuer. So kam der Gründer auf die Idee, eine Sensorik zu entwickeln, die permanent die Aktivität des Fahrers erfasst. Güzelocak (35) und sein Kollege wünschten sich 300.000 Euro und bot den Löwen zehn Prozent der Firmenanteile an.

Thelen glaubte nicht an das Produkt: "Ihr als Gründer habt mich nicht überzeugt. Ich habe die Befürchtung, dass wir da nicht klarkommen." So ähnlich erging es auch Maschmeyer, trotzdem machte er ein Angebot - mit der Ansage: "Gute Idee, aber schlechte Präsentation. Ich glaube, wenn Sie etwas wollen, haben andere nichts zu sagen." Er bot 300.000 Euro für 25,1 Prozent. Und dachte wohl, dass die Gründer darauf nicht eingehen. Er wirkte daher etwas perplex, als ihm ein "Da brauchen wir gar nicht drüber nachdenken" entgegenschallte. Die Gründer freuten sich: Lenkrad nochmal rumgedreht!

Videotipp: Was kann der 'Catch>>Up' aus der Höhle der Löwen? Wir haben den Staubsauger-Filter getestet!

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kia / SpotOnNews
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