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Äthiopien: Alminesh kämpft gegen FGM

Alminesh, 16, war kurz davor, Opfer weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) zu werden. Nun kämpft sie als Vorsitzende des „Uncut Girl’s Club“ gegen diese schmerzhafte Praktik.

Erfolgreich: Alminesh und der „Uncut Girl’s Club“

Erfolgreich: Alminesh und der „Uncut Girl’s Club“

Das große Fest war geplant. „Meine Familie hatte das Beschneidungsritual ohne mein Wissen vorbereitet“, erzählt Alminesh. Damals war sie 14. Doch selbst wenn sie davon gewusst hätte, wäre es nicht selbstverständlich gewesen, dass sie sich wehrt. „Als ich klein war, dachte ich, dass es völlig normal ist, Mädchen zu beschneiden. Dass alle es machen. Die ganze Familie kommt zusammen und nach dem Ritual essen und feiern alle gemeinsam.“

Doch ein paar Tage vor diesem Fest, das Alminesh große Schmerzen und ein schweres Trauma zugefügt hätte, bekam die Familie überraschend Besuch von einer Partnerorganisation von Plan International. „Sie kamen, um meine Eltern über die Gefahren von FGM (Female Genital Mutilation) zu informieren. Sie haben meine Eltern auch gewarnt, dass sie strafrechtlich verfolgt werden könnten, wenn sie mich beschneiden", erklärt Alminesh. In Äthiopien ist weibliche Genitalverstümmelung  (FGM) Tradition, dort sind rund 65 Prozent der Mädchen und Frauen zwischen 15 und 35 Jahren betroffen, weltweit sind es über 200 Millionen. FGM ist in Äthiopien seit 2005 gesetzlich verboten. Doch es genügt nicht, die Gesetze zu ändern – auch die Menschen müssen dafür sensibilisiert werden. 

Dafür setzen sich die Mädchen nun selbst ein. Plan International rief den „Uncut Girl’s Club“ in Bonazuria, Äthiopien, ins Leben. Alminesh ist die Vorsitzende, etwa 50 Mädchen machen mit – und es werden immer mehr. Der Club spielt eine entscheidende Rolle, um die Gemeinde für dieses Thema zu sensibilisieren. „Wir hoffen, dass Informationen und Bildung diese Tradition in unserer Gemeinde beenden können“, erklärt Alminesh. Mittlerweile sind erste Veränderungen sichtbar. „Sogar die Mädchen, die beschnitten sind, erklären nun anderen, warum man die Praktik nicht weiterführen sollte.“ Auch Almineshs Mutter ist überzeugt: „Wir haben gelernt, dass diese traditionelle Praktik sehr schwerwiegende Folgen haben kann.“

Alminesh blickt optimistisch in ihre Zukunft: „Unsere Mütter unterstützen und motivieren uns, unsere Arbeit gegen weibliche Genitalverstümmelung in der Gemeinde fortzusetzen. Ohne Plan International wäre ich beschnitten worden. Zum Glück wurde ich das nicht – und meinen zukünftigen Kindern werde ich das auch nicht antun.“

Plan International hat das Leben von Alminesh und vielen anderen Mädchen entscheidend verändert. Du kannst einen Teil dazu beitragen – mit einer Patenschaft.

Hilf mit, werde Patin– und gewinne! Unter allen, die zwischen dem 4.11.2019 und dem 31.1.2020 eine Patenschaft abschließen und am Gewinnspiel teilnehmen, verlosen wir eine 10-Tage-Erlebnisreise nach Ruanda und Uganda (Rundreise und Besuch des Plan-Projektgebietes im Rahmen einer begleiteten Patengruppenreise) für eine Person inkl. Flug ab Frankfurt, Übernachtung und Transfer; Wert: ca. 3900 Euro.   Termin: 12. - 21 November 20, nach Verfügbarkeit.

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