Donald Trump: Promis vereinen sich unter #WhyIDidntReport gegen ihn

Gegen US-Präsident Donald Trump hat sich unter dem Hashtag #WhyIDidntReport eine breite Front des Protests gebildet. Das steckt dahinter.

US-Präsident Donald Trump (72) hat sich via Twitter schützend vor seinen in die Kritik geratenen Richterkandidaten Brett Kavanaugh (53) gestellt - und dadurch eine neue Welle der Empörung ausgelöst. Unter dem Hashtag #WhyIDidntReport (zu Deutsch: Warum ich nichts gesagt/gemeldet habe) teilen - wie einst unter #MeToo - auch Promis ihre Geschichten von sexuellen Übergriffen.

Trump zweifelt in einem Tweet an der Glaubwürdigkeit von Professorin Christine Blasey Ford. Sie wirft Kavanaugh vor, er sei vor 36 Jahren, als die beiden Teenager waren, auf einer Party über sie hergefallen. "Sollte der Angriff auf Dr. Ford wirklich so schlimm gewesen sein, wie sie sagt, hätten schon damals entweder sie oder ihre liebenden Eltern Anzeige bei den örtlichen Strafverfolgungsbehörden erstattet", twitterte Trump. Und forderte Ford gleichzeitig auf, die Dokumente der Anzeige vorzubringen, "sodass wir Datum, Zeit und Ort erfahren können".

Aus Fords Schilderungen, die die "Washington Post" vergangene Woche veröffentlicht hatte, geht allerdings ganz klar hervor, dass sie Jahrzehnte lang über die damaligen Geschehnisse geschwiegen hat - der Hauptkritikpunkt von Kavanaughs Unterstützern.

Promis schließen sich dem Protest an

Nur wenige Stunden nach Trumps Tweet solidarisierten sich unter dem Hashtag #WhyIDidntReport bereits Zehntausende Frauen und Männer mit Ford. Viele Betroffene erklären, warum sie selbst so lange geschwiegen haben. Darunter etwa Schauspielerin Alyssa Milano (45, "Charmed - Zauberhafte Hexen"). Sie schrieb: "Ich wurde zweimal sexuell missbraucht. Einmal, als ich ein Teenager war. Ich habe nie Anzeige erstattet und ich habe 30 Jahre gebraucht, um es meinen Eltern zu sagen", so die 45-Jährige.

Ebenso schilderte Schauspielerin Ashley Judd (50) ihre Geschichte: "Das erste Mal, als ich vergewaltigt wurde, war ich sieben. Ich habe es den ersten Erwachsenen erzählt, die mir begegnet sind. Sie sagten: 'Oh, er ist ein netter alter Mann. Das hat er nicht so gemeint.' Als ich mit 15 wieder vergewaltigt wurde, habe ich es nur meinem Tagebuch erzählt. [...]", so Judd.

Auch "Riverdale"-Star Lili Reinhart (22) äußerte sich via Twitter und erklärte: "Weil ich meinen Job nicht verlieren wollte und nicht wollte, dass die Menschen denken, ich sei eine Drama-Queen."

SpotOnNews
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