ESC-Finale 2018: Michael Schulte ist unser Held für Deutschland

Der ESC 2018 stimmt die deutschen Fans endlich wieder versöhnlich. Michael Schulte holt beim Sieg von Israel einen starken vierten Platz.

Endlich durften die deutschen ESC-Fans mal wieder bis zum Ende der Punktevergabe mitfiebern: Michael Schulte (28) hat mit seinem Song "You Let Me Walk Alone" einen souveränen vierten Platz beim ESC in Portugal geholt und macht damit die Niederlagen der vergangenen Jahre vergessen. Den Sieg bei der 63. Ausgabe des Wettbewerbs holte sich Israel mit der Sängerin Netta (25). Einen Schock-Moment gab es zudem beim Auftritt der Britin SuRie (29).

Starke 204 Punkte für Schulte

Er hat es geschafft! Der ESC-Fluch ist gebrochen! Michael Schulte hat die Ehre für Deutschland beim ESC wiederhergestellt. Lange Zeit konnte er sogar auf den Sieg hoffen. Von der Jury wurde er für seinen Song, den er für seinen toten Vater geschrieben hat, mit starken 204 Punkten bedacht. Viermal gab es sogar die magischen "douze points" von der Jury. Platz vier. Das Publikum vergab anschließend 136 Zähler an unseren ESC-Star – die sechsthöchste Wertung. Über Platz vier sollte er zwar nach allen vergebenen Punkten nicht mehr hinaus kommen, aber trotzdem ist es ein sensationeller Erfolg für den 28-Jährigen und natürlich auch für Deutschland.

Österreich siegt im Jury-Voting

Auch Österreich war bis zum Ende ganz oben dabei. Nach dem Jury-Voting grüßte Cesár Sampson (34) sogar ziemlich überraschend mit 271 Punkten von der Spitze des Tableaus. Die Jury vergab neun Mal – so oft wie für kein anderes Land – die Zwölf-Punkte an die Alpenrepublik. Bei den Zuschauern allerdings konnte der 34-jährige Linzer nicht so sehr punkten: nur 71 Zähler kamen hinzu. Damit war der Traum vom Sieg so gut wie beendet. Ein grandioser dritter Platz dürfte aber trotzdem genug Anlass zum Feiern sein.

Siegerin Netta aus Israel lag nach den Jury-Punkten (212) auf Platz drei. Ihr Song "Toy" kam beim Publikum noch besser an. 317 Zähler gab es oben drauf. Die meisten Punkte. Damit war Platz eins souverän besiegelt. Zwar bekam die zweitplatzierte Zypriotin Eleni Foureira (31) für ihr Lied "Fuego" auch satte 253 Punkte vom Publikum obendrauf, aber von der Jury wurde sie zuvor "nur" mit 183 Punkten bedacht.

Damit standen am Ende die beiden Favoritinnen der Buchmacher auf den ersten beiden Plätzen. Allerdings in vertauschter Reihenfolge. Während die Gewinnerin Netta auf Platz zwei gehandelt wurde, galt Eleni Foureira im Vorfeld als die größte Favoritin auf Platz eins.

Flitzer sorgt für Schock-Moment

Einen Schock-Moment löste ein Flitzer beim Auftritt der Britin SuRie aus: Mitten in ihrem Song lief ein Mann auf die Bühne, riss der Sängerin das Mikrofon aus der Hand. Sicherheitskräfte konnten den Störenfried innerhalb weniger Sekunden von der Bühne zerren. SuRie bekam genauso schnell ein neues Mikrofon gereicht und setzte ihre Show souverän fort. Sie hätte nach allen Teilnehmern nochmals auftreten dürfen, entschied das ESC-Komitee, die Britin lehnte dies aber ab.

Für einen wesentlich schöneren Moment sorgte Vorjahressieger Salvador Sobral (28). Der Portugiese gab im Rahmen des ESC außerhalb der Konkurrenz sein Bühnen-Comeback nach seiner Herz-OP. Dabei machte er einen äußerst fitten Eindruck.

Moderiert wurde das ESC-Finale aus Lissabon vor 11.000 Zuschauern von den vier Gastgeberinnen Filomena Cautela, Sílvia Alberto, Daniela Ruah und Catarina Furtado. Insgesamt nahmen 26 Länder teil.

Der vierte Platz von Michael Schulte ist die beste Platzierung für Deutschland seit Lenas Sieg im Jahr 2010.

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kia / SpotOnNews
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