Frank Schätzing: Künstliche Intelligenz beherrscht seinen neuen Thriller

"Die Tyrannei des Schmetterlings" heißt der neue Thriller von Starautor Frank Schätzing. Ein Supercomputer spielt darin eine zentrale Rolle.

Frank Schätzing (60) hat einen neuen Thriller vorgelegt: In "Die Tyrannei des Schmetterlings" (Kiepenheuer&Witsch) dreht sich alles um künstliche Intelligenz und einen Supercomputer mit unvorstellbarem Wissen.

Darum geht's

Nach einem Ausflug in ein afrikanisches Bürgerkriegsland, in dem Soldaten von unheimlichen Wesen angegriffen und grausam getötet werden, gibt es für den Leser in "Die Tyrannei des Schmetterlings" erst mal klassische Krimi-Kost: In der kalifornischen Goldgräberregion Sierra haben es die Polizisten normalerweise mit entlaufenen Haustieren oder Kleindelikten zu tun. Jetzt muss Luther Opoku, der bald Sheriff werden soll, mit seiner Kollegin Ruth aber in einem Todesfall ermitteln. Eine Frau rammt mit ihrem Auto einen Baum, steigt aus und stürzt später in eine Schlucht. Ob noch jemand beteiligt war, ist zunächst unklar. Dann kommt in dem Wagen aber ein Datenträger zum Vorschein, auf dem Luther eigenartige Sachen entdeckt.

Die Tote in der Schlucht arbeitete für die Firma Nordvisk aus dem Silicon Valley, die sich der Forschung an künstlicher Intelligenz verschrieben hat. Das einflussreiche Unternehmen betreibt in Sierra eine geheime Forschungsanlage. Dass dort nicht alles mit rechten Dingen zugeht, ist auf den Aufnahmen, die die Frau hinterlassen hat, zu erahnen. Luther trifft bei seinen Nachforschungen auf dem Gelände nicht nur die beiden starken Männer von Nordvisk - den hochintelligenten Playboy, der eine bessere Welt mit seinen Erfindungen schaffen will und seinen Topmanager -, sondern auch einen riesigen Quantencomputer namens A.R.E.S., eine künstliche Superintelligenz.

Spätestens als Luther in das Innere dieser gigantischen Maschine vordringt, ist es mit dem Krimi vorbei. Aus dem Labyrinth entkommen, findet sich der Polizist, dem Schätzing einige Schicksalsschläge in die Biografie geschrieben hat, in einer anderen Welt wieder. Die gleicht seiner vorherigen Realität zwar, aber nicht nur seine Ex-Frau ist darin wieder am Leben...

Action ist geboten

Zwischen superintelligenten Computern und Insekten, die zu Mordwaffen werden, gibt es jede Menge Action und auch nachdenkliche Töne in dem Thriller. Dafür ist auf den etwa 730 Seiten, die der Autor befüllt hat, reichlich Platz. Künstliche Intelligenz, die dem Menschen gefährlich wird, ist zwar kein neues Thema - selbst der "Tatort" hat sich dem schon angenommen - aber Schätzing hat sich einiges einfallen lassen, um seine Leser damit bestens zu unterhalten.

Frank Schätzing arbeitet seit den 1990er Jahren als Schriftsteller. Seinen größten Erfolg feierte er 2004 mit "Der Schwarm". Der Science-Fiction-Thriller über den Feldzug der Natur - in Form einer unbekannten intelligenten Lebensform aus der Tiefsee - gegen den Menschen wurde weltweit in 27 Sprachen übersetzt und hat eine Gesamtauflage von bisher etwa 4,5 Millionen Exemplaren erreicht. Später folgten seine Romane "Limit" und "Breaking News".

SpotOnNews
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