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Fusion Cuisine: Das sind die Trends aus L.A. und San Francisco


Ob in Berlin oder in San Francisco: Die Fusion Cuisine ist buchstäblich in aller Munde. Wir stellen die aktuellen Trends aus Kalifornien und hierzulande vor!

Was einst in Kalifornien als "Fusion Cuisine" in den 1980er-Jahren begann, ist mehr als 30 Jahre später angesagt wie nie. In Deutschland ist Sternekoch Tim Raue mit seiner asiatisch geprägten Küche Fusion-King, in L.A. und San Francisco setzen die Köche auf heimische Produkte wie die Trockenpflaume.

Cheeseburger-Shushi mit Frikadellen, Gurken und Käse im Reisblatt, Miesmuscheln in vietnamesischer Kokossauce oder Apple-Pie-Frühlingsrollen mit gesalzener Karamellsoße – die sogenannte Fusion Cuisine hat längst die Welt erobert. "Fusion" steht dabei für die Verschmelzung eigentlich grundverschiedener regionaler Küchen.

In den frühen 1980er-Jahren in Kalifornien zunächst als Crossover-Küche von französischer und asiatischer Kochkunst kreiert, wurden die Rezepte immer internationaler und gewagter. Entscheidend dabei ist, dass Fusion Food mit geschmacklich neuen, anspruchsvollen Zusammensetzungen begeistert. In Deutschland ist zum Beispiel Zwei-Sterne-Koch Tim Raue besonders bekannt für seine Kreationen.

"Faszinierende" Sterne-Fusion in Berlin

Raue, der mit seinem gleichnamigen Berliner Restaurant zu "The World's 50 Best Restaurants" gehört, gilt als Trendsetter der Crossover-Küche. Seine Gerichte sind stark asiatisch geprägt; mit Kompositionen wie Wolfsbarsch mit thailändischem Wasserspinat und schwarzem Trüffel, Nussbutter-Schaum, Haselnuss, gelben Rosinen und Reiswein-Sud begeistert er seine Gäste. Michael Schabacker, Herausgeber des Online-Magazins "Kulinariker", urteilt: "Was Raue macht, ist faszinierend. Inzwischen betreibt er 14 Restaurants, und alle sind durchgehend ausgebucht."

Doch nach wie vor setzen vor allem Los Angeles und San Francisco in der Fusion Cuisine Maßstäbe. Auch, weil im Klima Kaliforniens besonders gute Zutaten gedeihen. Im getrockneten Zustand sind etwa die "amazin' prunes" (deutsch: fantastische Pflaumen) stark im Trend. Peter Sidwell, Ex-Sternekoch und Food-Bücherautor, erklärt: "Kalifornische Trockenpflaumen unterstreichen etwa bei Saucen wunderbar den Geschmack und die Säure von Tomaten."

California Cuisine: Vom Wochenmarkt auf den Teller

Gesundheitsfördernd sind die Pflaumen auch: Eine aktuelle Studie des Londoner King's College besagt, dass ihre verdauungsfördernde Wirkung um 20 Prozent höher liegt als bisher angenommen. Und aufgrund ihres hohen Kaliumgehalts hat die US-Osteoporose-Stiftung NOF Trockenpflaumen auf ihre Positivliste mit Lebensmitteln gesetzt, die gut für die Knochen sind.

Wer California Cuisine genießen möchte, ist nach wie vor bei dem Kärtner Promikoch Wolfgang Puck in dessen Restaurant Spago in West Hollywood perfekt aufgehoben. Im Chez Panisse in Städtchen Berkeley, das als Geburtstort der California Cuisine gilt, bringt Chefin Alice Waters vorwiegend saisonale Bio-Zutaten auf den Tisch. Und der aus Kairo stammende Michael Mina serviert in seinem gleichnamigen Lokal in San Francisco japanisch-französisch-kalifornische Fusionsküche.

Na dann: Guten Appetit! 🍣 🍜 🍃

kia SpotOnNews

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