George R. R. Martin: Wie viel Einfluss haben die "Game of Thrones"-Fans?

Beeinflussen die Reaktionen auf die finale "Game of Thrones"-Staffel die Buchreihe, auf der die Serie basiert? Das sagt George R. R. Martin.

Die letzte Staffel der Hit-Serie "Game of Thrones" hat zu hitzigen Fan-Diskussionen geführt. Einige der bei den Zuschauern umstrittenen Wendungen der Handlung sollen vom Autor der Buchvorlage, George R. R. Martin (70), inspiriert worden sein. Obwohl seine Buchreihe "Das Lied von Eis und Feuer" von der TV-Show überholt worden war.

Die Reaktionen der Fans auf die finalen TV-Episoden werden aber nichts daran ändern, was Martin für seine letzten beiden Romane der Reihe geplant hat, wie er "Entertainment Weekly" erklärte. Das Internet beeinflusse all dies in einer Weise, wie es nie zuvor der Fall gewesen sei, so der Schriftsteller. Es genüge, wenn einer von 100 Lesern die richtige Ahnung habe, was eine überraschende Wendung betrifft. Sobald der es gepostet hat und die anderen 99 dies lesen, sei das, worauf man hingearbeitet hat, da draußen, so Martin: "Und es gibt die Versuchung, es dann zu ändern." Das halte er allerdings für falsch.

Schließlich habe er ein bestimmtes Ende geplant, "und wenn du plötzlich die Richtung änderst, nur weil jemand es herausgefunden hat oder weil er es nicht mag, bringt es die gesamte Struktur durcheinander". Er lese die Fan-Seiten daher nicht, sagt der Autor. "Ich möchte das Buch schreiben, das ich schon immer schreiben wollte. Und wenn es erschienen ist, mögen sie es oder sie mögen es nicht."

"Seltsame Erfahrung"

Dass er noch an dem Ende seiner Buchreihe schreibt, das Finale im TV aber schon lief, sei eine "seltsame Erfahrung" gewesen: "Die letzten drei Jahre, seitdem die Serie den Büchern voraus war, waren merkwürdig", erklärt Martin. Er habe vor einigen Jahren den Showrunnern David Benioff und Dan Weiss einige Dinge erzählt. Und einige von diesen haben sie offenbar umgesetzt. Gleichzeitig sei die Serie aber anders, so der 70-Jährige. Er habe sehr feste Vorstellungen in seinem Kopf für 'The Winds of Winter' und was weiter geschehe.

Druck verspüre er noch, verriet er auch, aber inzwischen habe dieser für ihn abgenommen, da es kein Rennen mehr zwischen Serie und seinen Büchern gebe. "Die Show ist vorbei. Ich schreibe das Buch. Es wird fertig sein, wenn es fertig ist." Der sechste Teil seiner Buchreihe wird von seinen Anhängern sehnlichst erwartet. Nach "The Winds of Winter" hat Martin mit "A Dream of Spring" noch einen siebten Band geplant.

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