Germany's next Topmodel: Hatte sich Heidi Klum von ihren Mädchen mehr erhofft?

So unzufrieden mit ihren "GNTM"-Mädchen hat man Heidi Klum in kaum einer Staffel zuvor gesehen. Kaffeeklatsch statt Laufsteg-Training.

"Diese Woche ist eine sehr sexy Woche", läutete Heidi Klum (45) die dritte Folge der aktuellen Staffel von "Germany's next Topmodel" am Donnerstag ein. Worauf sich ihre Mädchen im kalten Sölden einstellen mussten? Auf jede Menge nackte Haut, ein Male-Model als Shooting-Partner und Zickenzoff vom Allerfeinsten.

Heißes Shooting erhitzt die Gemüter

Bereits in der vergangenen Woche konnten sich die verbliebenen Topmodel-Anwärterinnen an die niedrigen Temperaturen Österreichs gewöhnen. In der aktuellen Folge setzte Heidi jedoch noch einmal einen drauf. Sie ließ die Kandidatinnen in aufreizenden Trachten-Dessous ablichten. Dafür hatte sie sich Star-Fotografin Ellen von Unwerth (65) als Gastjurorin zur Seite gestellt. Gefallen an den knappen Outfits konnte jedoch nicht jede finden. Vor allem Kandidatin Luna (21) machten die Stofffetzen zu schaffen: "Für mich ist das wirklich nuttig. Ich fühle mich richtig unwohl darin", schimpfte sie und durfte schließlich etwas anderes - nicht weniger Knappes - anziehen.

Die eigentliche Überraschung für die Mädchen folgte jedoch erst noch. Am Shootingset warteten nicht nur Heidi und die Fotografin, sondern auch Jordan Barrett (23), das laut Heidi "aktuell erfolgreichste Male-Model der Welt". "Das ist total meins", freute sich Kandidatin Tatjana (22) und schmiss sich dem Australier auch sofort auf den Schoss. Andere Mitstreiterinnen wie Loriane (24) und Maria (19) gingen hingegen weniger beherzt an die Sache heran - sehr zum Unmut von Modelmama Heidi.

Übung macht den Meister, oder nicht?

Auch am Folgetag schien die 45-Jährige nicht gerade begeistert von der Lern- und Arbeitsmoral einiger ihrer Mädchen zu sein. Denn während sie sich "extra die Mühe" gemacht hatte, um mit ihnen in einem Kuhstall den Sexy-Walk zu üben, schienen es ein paar nicht für nötig zu halten, den Worten des erfahrenen Topmodels zu lauschen. Sie genossen lieber die Sonnenstrahlen außerhalb des Stalls. Ein No-Go für Heidi: "Gerade die, die es brauchen, quatschen rum und hören nicht zu. Aber das ist eure Entscheidung, ich bin nicht eure Mama", machte sie ihrem Ärger Luft.

Wie viel von Heidis Catwalk-Training wirklich hängen geblieben ist, mussten die Kandidatinnen schließlich an Ort und Stelle beweisen. Die 45-Jährige forderte zu einer neuen Team-Challenge auf: Team Luxushotel gegen Team Berghütte. Wer am Ende mehr Punkte aufgrund seines "weiblichen und selbstbewussten" Gangs holen kann, gewinnt. Das Ergebnis war eindeutig: Team Berghütte schnürte mit acht zu drei Zählern den Sack frühzeitig zu und konnte sich über ein Abendessen mit Heidi freuen, "an dem ihr mich ausfragen könnt, was ihr so auf dem Herzen habt". Außerdem gab es für jede noch eine Kamera obendrauf.

Heidi und Ellen fehlt die Präsenz

Wer wird der nächste Star am Topmodel-Himmel? Auf diese Frage schienen Heidi und Gastjurorin Ellen beim Entscheidungswalk eine Antwort finden zu wollen. Ehe sie die Mädchen jedoch in großen, glitzernden Schneeflocken-Kostümen auf sich zu stolzieren ließen, der Schock: Keine der Kandidatinnen übte vor ihrem Auftritt auch nur im Geringsten. "Warum nutzt ihr eure Zeit denn nicht?", fragte die 45-Jährige fassungslos. Im Einzel-Interview schob sie später hinterher: "Ich bin schon enttäuscht von den Mädchen. Die sitzen alle nur rum, machen Kaffeeklatsch und labern die ganze Zeit."

Diese Taktik ging für vier der 25 Topmodel-Anwärterinnen letztendlich nicht auf. Bei Maria, die schon beim Shooting nicht überzeugen konnte, fehlte Heidi einfach "der richtige Biss". Zwar sei sie "ein bildhübsches Mädchen, aber sie kommt nicht aus den Puschen", erklärte die 45-Jährige ihre Entscheidung. Auch Loriane konnte am Ende nicht überzeugen, sie sehe laut Ellen "ein bisschen schläfrig" aus. "Da fehlt die Präsenz." Wer diese Präsenz in ihren Augen hat? Kandidatin Joelle. Zwar hatte Heidi die 23-Jährige eigentlich nach Hause schicken wollen, die Fotografin zückte für sie jedoch ihre Wild Card und schickte sie somit in die nächste Runde.

Eine tanzt aus der Reihe

Nachdem auch Naomi (16) und Celine (19) von Heidi Klum kein Foto bekommen hatten, da sie einfach nicht genug "aus der Masse herausstechen" würden, kam es unter den "GNTM"-Kandidatinnen zum Eklat. Denn während sich der Rest der Mädchen tröstend um die zwei zuletzt Ausgeschiedenen kümmerten, wandte sich Jasmin (18) bewusst von ihren Mitstreiterinnen ab. "Ich brauche so etwas nicht, das ist doch Kindergarten", belächelte sie die Situation sichtlich hämisch. Ihr sei es egal, ob andere rausfliegen oder nicht. "Ist doch nicht mein Problem", machte sie klar.

Ihr Problem wurde es erst, als Celine von dem Verhalten Wind bekam, sich fragte, wie man nur "so herzlos" sein könne, und somit auch den Rest der Mädchentraube gegen die 18-Jährige aufhetzte. Keiner wünschte Jasmin, die als letzte vor Heidi und Ellen treten musste, ein Foto für die nächste Runde. Doch sie bekam es, denn Heidi sehe in ihr einen echten "Rohdiamanten". Ob sie diesen in ihrer Wahlheimat Los Angeles geschliffen bekommt? Für die 21 verbliebenen Kandidatinnen heißt es nun nämlich Koffer packen. Es geht nach Kalifornien, USA.

SpotOnNews
Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.