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Flüchtlinge willkommen heißen - macht ihr mit?

Flüchtlinge willkommen heißen - macht ihr mit?
© brigitte.de
Kleine Geste, große Wirkung: Bei der Fotoaktion "1000 Mal Willkommen" zeigen sich Menschen mit einer klaren Botschaft an Flüchtlinge: Wir heißen euch willkommen!

Als Social-Media- und Community-Manager weiß Lutz, welch weite Kreise eine Nachricht in den sozialen Medien ziehen kann - und das in kürzester Zeit. Dieses digitale Sprachrohr machte er sich zunutze, um mit einfachen Mitteln ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen gegen Fremdenhass.

"Hallo, schön dich hier zu sehen!" - Mit diesem Bild machte Lutz den Anfang zur Aktion "1000 Mal Willkommen".
"Hallo, schön dich hier zu sehen!" - Mit diesem Bild machte Lutz den Anfang zur Aktion "1000 Mal Willkommen".
© privat

Am 19. Juli 2015 startete er die Aktion "1000 Mal Willkommen". Er rief Menschen dazu auf, sich mit einem an Flüchtlinge gerichteten Willkommensgruß zu fotografieren und das Bild bei Tumblr hochzuladen. Lutz startete mit sich selbst, innerhalb weniger Tage machten es ihm mehr als 150 Menschen nach. Die dazugehörige Facebook-Seite hat bald 1000 Fans beisammen.

Auch uns gefällt die Aktion - weil sie zeigt, dass selbst eine kleine Geste eine große Wirkung haben kann. Deswegen machen wir mit. Seid ihr auch dabei?

3 Fragen an den Mastermind hinter "1000 Mal Willkommen"

BRIGITTE.de: Du schreibst bei Tumblr, dass du mit der Aktion "1000 Mal Willkommen" der "stummen Minderheit" eine Plattform bieten möchtest. Wann war für dich der Moment erreicht, an dem du gesagt hast: "Jetzt reicht’s!"?

Lutz: Das war wirklich ein Beitrag von heute+, in dem eine Frau sagte: "Ich bin in der stummen Minderheit. Die, die man hört, schimpfen eben lauter." Da habe ich sofort eine geheime Facebook-Gruppe mit ein paar Bekannten gegründet. Sie sind sehr aktiv und bekannt in den sozialen Medien. Wir haben uns einige Projekte überlegt. #1000malwillkommen ist die erste, die schnellste Idee, die umgesetzt wurde.

Du teilst die Bilder auch in anderen sozialen Netzwerken. Gerade bei Facebook provozieren Aufrufe gegen Fremdenfeindlichkeit oft hässliche Kommentare.

Das stimmt. Das sieht man ja leider auch bei Til Schweiger. Allerdings führen wir niemanden vor, wir begegnen Hass nicht mit Hass, sondern sagen nur: "Liebe Flüchtlinge, es gibt hier viele Menschen, die euch willkommen heißen."

Was hoffst du damit zu erreichen?

Meine Mitstreiterin Anett und ich hoffen, dass wir damit einen neuen Denkanstoß für die Willkommenskultur in Deutschland bieten. Je mehr Menschen Flüchtlinge willkommen heißen, desto lieber ist es uns. Wir wollen zeigen, dass es hier in unserem Land nicht zur Tagesordnung gehört, Fremdenhass zu zeigen, sondern dass hier Flüchtlinge Unterstützer finden.

#1000malwillkommen bei Twitter:


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