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Ärger bei "Anne Will": "Frauenbeauftragte" wirbt für den Dschihad

Nora Illi
© Das Erste
Warum radikalisieren sich muslimische Jugendliche? Darum ging es gestern bei "Anne Will". Für Aufregung sorgte Talk-Show-Gast Nora Illi.

"Mein Leben für Allah - Warum radikalisieren sich immer mehr junge Menschen?" Um diese Frage drehte sich die gestrige Talk-Show-Sendung "Anne Will." Für Aufregung sorgte Talk-Gast Nora Illi, Frauenbeauftragte des umstrittenen "Islamischen Zentralrats der Schweiz". Sie trat im Niqab vor die Kamera und rechtfertigte den "Heiligen Krieg." 

Die Ex-Punkerin hatte sich im Alter von 18 Jahren selbst radikalisiert. Zunächst Buddhistin, konvertierte die heute 32-Jährige zum Islam.

Illi feiert die Selbstbestimmung der Frau im Islam

In der Sendung schwärmt Illi zunächst von der "Selbstbestimmung" und "Freiheit" der Frau im Islam. "Mich fasziniert am Islam seine Vielfalt. Im Islam hat die Frau ganz viele Rechte und Möglichkeiten, sich auszuleben." Zwangsehe oder Steinigungen? Über solche Grausamkeiten verliert die Konvertitin kein Wort. 

Der Dschihad als Akt der "Zivilcourage" 

Stattdessen gibt sie der deutschen Gesellschaft die Schuld an der Radikalisierung von Jugendlichen, da sie Muslime unterdrücke und ausgrenze.

Dann spielt Anne Will einen Text von Illi ein, der sich wie eine Aufforderung zum Dschihad liest: „Muslime sind weltweit massivsten Repressionen ausgesetzt. Kein Wunder also, dass die Versuchung riesig sein muss, aus diesem Elend auszubrechen, ja, die Hijra, also die Einreise in ein islamisches Land nach dem Vorbild des Propheten zu vollziehen, um dann im gelobten Syrien gegen die Schergen Assads und für Gerechtigkeit zu kämpfen. Daran ist aus islamischer Sicht auch gar nichts auszusetzen. Eine solche Überzeugung muss man, in den hiesigen Kontext übersetzt, als Zivilcourage hochloben.“

Hat sich die ARD vor den Karren spannen lassen?

Darf die ARD einer derartigen Verharmlosung des islamistischen Terrors eine Bühne geben? Nein, kontert sofort Talk-Show-Gast und Islamismus-Experte Ahmad Mansour: "Das ist Propaganda, so etwas kann man im öffentlichen Fernsehen nicht machen.“ Damit sprach er vielen Zuschauern aus der Seele, die ihrem Entsetzen auf Facebook und Twitter Luft machten:  

Immerhin stellte der Berliner Imam Mohamed Taha Sabri in der Sendung klar: "ISIS hat eine faschistische Ideologie. Das sind Verbrecher gegen die Menschheit.“ Und Talk-Gast Wolfgang Bosbach (CDU) entlarvte die Überzeugungen Illis immer wieder als Verdrehung von Tatsachen und verwies unter anderem auf die Religionsfreiheit, die Muslime in Deutschland genießen - anders als die vielen verfolgten Christen weltweit:  "Versuchen Sie mal, mit einer Bibel in Saudi-Arabien einzureisen!" 

sar

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