#blacklivesmatter: Eine junge Frau stellt sich der Polizei entgegen

Ein Foto geht um die Welt – es zeigt den zivilen Ungehorsam einer jungen Afroamerikanerin gegenüber der Polizei.

Nach dem Tod der beiden Afroamerikaner Alton Sterling und Philando Castile, die vergangene Woche von Polizisten erschossen worden waren, sind wieder viele US-amerikanische Bürger gegen Polizeigewalt auf die Straße gegangen.

Das Foto einer Demonstrantin in Baton Rouge, Louisiana wurde nun zum Sinnbild von Stärke angesichts der ungleichen Machtverhältnisse zwischen Weißen und Schwarzen in den USA.

Verletzlich, aber standhaft

Das Foto zeigt Ieshia L. Evans. Scheinbar entspannt, aber auch ebenso unbeirrbar, steht sie mitten auf der Straße. Zwei martialisch gepanzerte Polizisten stürmen auf sie zu. Sie nehmen die junge Frau fest, weil sie sich geweigert hatte, die Straße zu räumen und „den Verkehr blockierte.“ Evans trägt nur ein leichtes Sommerkleid und Ballerinas, was ihre Verletzlichkeit gegenüber der Staatsmacht unterstreicht.

Wie die Krankenschwester aus Louisiana auf ihrer Facebook-Seite mitteilte, ist sie inzwischen wieder frei und wohlauf – sie habe während ihrer Haft auch keine Gewalt durch die Polizei erfahren.

Die wiederholte Ermordung afroamerikanischer Bürger durch die Polizei hat der „Black-Lives-Matter-Bewegung" ("Schwarze Leben zählen") neuen Auftrieb verschafft. In vielen  Städten gehen die Menschen auf die Straße, um Gerechtigkeit für die Toten zu fordern.

Ziviler Ungehorsam

Viele fühlen sich durch das Foto von Ieshia L. Evans an den berühmten „Tank Man“ erinnert, der sich auf dem chinesischen Tian’anmen-Platz während des Massakers 1989 - nur mit Einkaufstüten bewaffnet - den Panzern in den Weg stellte. Dieser Akt zivilen Ungehorsams erlangte weltweite Aufmerksamkeit.

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