Beschlossen: Die "Ehe für alle" kommt!

Endlich: die "Ehe für alle" kommt! Am Freitagmorgen hat der Bundestag den Weg freigemacht für lesbische und schwule Ehepaare. Was passiert jetzt und was müssen lesbische Paare wissen? Wir verraten's!

"Ehe für alle" - worum geht's nochmal?

Bei der Frage um die "Ehe für alle" geht es darum, dass homosexuelle Paare heiraten dürfen. Bislang ist in Deutschland nur eine eingetragene Lebenspartnerschaft möglich, die zwar viele, aber nicht alle Rechte einer Ehe abdeckt. So können lesbische und schwule Paare zum Beispiel nicht adoptieren.

Was ist am Morgen im Bundestag passiert?

Die Fraktionen im Bundestag haben mit 393 zu 226 Stimmen FÜR die "Ehe für alle" gestimmt. Damit ist nach jahrelangem Hickhack der Weg frei!

Der historische Tag begann bereits mit einer Zitterpartie: Kommt die "Ehe für alle", oder nicht? Die Antwort hing anfangs vor allem von der Frage ab, ob der Bundestag zulässt, den Punkt noch auf die Tagesordnung aufzunehmen. Diese Abstimmung galt als größtes Hindernis - als es genommen war, brandete Jubel im Parlament auf.

Nach der Änderung der Tagesordnung wurde im Parlament ausgiebig über die "Ehe für alle" diskutiert, vor allem CDU/CSU-Politiker äußerten noch einmal ihre Kritik.

Wie hat die Bundeskanzlerin selber abgestimmt?

Die spannende Frage, die viele interessiert: Ist Angela Merkel für oder gegen die "Ehe für alle"? Schließlich hatte sie mit ihrer Äußerung beim BRIGITTE-Live-Talk am Montag erst die schnelle Abstimmung möglich gemacht.

Doch wer nun denkt, die Kanzlerin sei nun für die "Ehe für alle", wird enttäuscht: Die namentliche Abstimmung zeigte, dass Merkel ein rotes Kärtchen in die Stimm-Urne geworfen hat. Heißt: Sie hat dagegen gestimmt.

Warum ging es auf einmal so schnell?

Nachdem die Regierung aus CDU und SPD jahrelang rumgeeiert ist und vor allem von der CDU immer wieder eine Entscheidung blockiert wurde, ging das Projekt "Ehe für alle" auf einmal mit Raketengeschwindigkeit auf die Zielgerade. Seit den Äußerungen von Angela Merkel beim BRIGITTE-Live-Talk am Montag in Berlin kochte das Thema heiß, alle Parteien wollten hier im Wahlkampf noch punkten.

Wie geht es nun weiter?

Das Gesetz muss nun noch den Bundesrat passieren, das gilt allerdings als sicher. Nach drei Monaten soll die "Ehe für alle" schließlich praktisch umgesetzt werden.

Muss ich meine Frau dann nochmal heiraten?

Wenn die "Ehe für alle" beschlossen wird und das Gesetz kommt, müssen sich die Standesämter des Landes vorbereiten. Der Plan sieht vor: Lesbische und schwule Paare, die bereits verpartnert sind, können ab Ende des Jahres auf dem Standesamt ihre Lebenspartnerschaft zu einer Ehe umschreiben lassen. Es ist also keine "Scheidung" mit anschließender Neu-Heirat nötig.

Ehe für alle: Ulli Köppe

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