10 Gründe, warum wir Angela Merkels Entscheidung gut finden

Merkel 4.0: Angela Merkel tritt noch einmal als Kanzlerkandidatin an. Gute oder schlechte Sache?

Merkel macht’s noch einmal. Und die Reaktionen sind geteilt. Stillstand, fehlende Visionen, noch ein jahrelanges Dahindämmern der Großen Koalition – das sind die Befürchtungen vieler. Aber mal ehrlich: Es könnte viel schlimmer kommen. Und im Übrigen: Wer in der Union eignet sich denn sonst als Kanzlerkandidat/in?

10 Gründe, warum uns Merkels erneute Kanzlerkandidatur freut:

  1. Merkel bietet keine einfachen Lösungen – nicht nur aus Mangel an Visionen, sondern weil es die nicht gibt (anders als es die Rechtspopulisten uns gern weismachen).
  2. Auch, wenn die "Flüchtlingskanzlerin" sich längst von der Willkommenskultur verabschiedet hat, setzt sie sich für eine offene, tolerante Gesellschaft ein - umso wichtiger in Zeiten, in denen Hass und Ausgrenzung täglich hoffähiger werden. 
  3. "Wir wollen streiten, nicht hassen, nicht andere herabsetzen oder ausgrenzen", sagte sie. Allein für diesen Satz lieben wir sie. 
  4. Es stimmt, Merkel steht für Stillstand. Tiefgreifende Reformen sind von ihr eher nicht zu erwarten. Aber sie steht eben auch für Stabilität in einer Welt, die sich zunehmend polarisiert und radikalisiert.
  5. Wir haben Angela Merkel den Atomausstieg zu verdanken (und nicht den Grünen).
  6. Merkel ist demütig, der Narzissmus einiger ihrer Amtskollegen ist ihr fremd. US-Präsident Barack Obama nannte die Kanzlerin eine „Säule der westlichen Welt“, die New York Times überhöhte sie gar als „letzte Verteidigerin des freien Westens.“ Merkel empfindet diese Zuweisungen „als grotesk und geradezu absurd.“ Kein Mensch alleine könne die Dinge in Deutschland, Europa, in der Welt zum Guten wenden, und schon gar nicht die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland.
  7. Nach elf Jahren als Bundeskanzlerin hat sie viel Erfahrung. Sehr viel Erfahrung.
  8. Angela Merkel ist besonnen (was ihr allerdings gern als Schwäche ausgelegt wird). So sagte sie, sie habe "unendlich viel darüber nachgedacht", ob sie noch einmal kandidieren werde. Eine Charaktereigenschaft, die in der dräuenden Trump-Ära mehr denn je besticht.
  9. Sie ist unaufgeregt. In den Worten von CDU-Kollegin Julia Klöckner: Angela Merkel "geht nicht mit dem Kopf durch die Wand", sie "arbeitet diplomatisch und mit Bedacht."
  10. Sie ist eine Frau – und davon haben wir in Schlüsselpositionen immer noch viel zu wenige.  

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