Bundestag warnt Eltern vor Amazons "Alexa"

"Alexa, mach mir ein Hörspiel an": Viele Kinder nutzen heutzutage täglich Sprachassistenten. Doch der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags warnt nun in einem Guthaben Besitzer der Smartspeaker – vor allem Eltern!

Worum geht's?

Dass Sprachassistenten wie Google Home oder Amazon Echo ("Alexa") uns belauschen, liegt in der Natur der Sache. Die Frage, der der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags nun auf den Grund gegangen ist, lautet: Werden die Nutzer ausreichend darüber informiert, dass ihre Echo-Sprachbefehle von Amazon gespeichert und auch analysiert werden?

Die gute Nachricht: Die Gutachter kommen zu dem Schluss, dass Amazon alle Kunden ausreichend informiert, was gespeichert und ausgelesen wird – und wie sie die Daten wieder löschen können.

Was ist dann das Problem?

Auch wenn die Kunden – also diejenigen, die Alexa gekauft und aufgestellt haben – informiert werden, was mit den Daten geschieht: Wie sieht es denn mit Besuchern aus? Oder mit Kindern, die im Haushalt leben?

Die Experten geben zu bedenken, dass vor allem Minderjährige eine Alexa im Haushalt häufig nutzen, aber noch zu jung sind, um die datenschutztechnischen Hintergründe zu verstehen oder ihnen zuzustimmen. Wer etwa beim Ins-Bett-Gehen "Alexa, starte Bibi und Tina" sagt, weiß als Kind nicht, dass dieser Befehl auf den Amazon-Servern gespeichert wird und Amazon sich merkt, dass ein "Bibi und Tina"-Fan im Haushalt wohnt.

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Was macht Alexa mit unseren Kindern?

Bereits heute wachsen viele Kinder wie selbstverständlich mit Sprachassistenten auf, denen sie Befehle wie "Licht an" oder "Starte meine Musik" zurufen. Die Bundestags-Gutachter warnen auch, dass Eltern sich darüber bewusst sein sollten, dass durch Alexa Kinder auch Informationen aus dem Internet abrufen können – selbst wenn sie noch zu jung sind, eine Tastatur zu benutzen.

Und auch die Erziehung leidet in vielen Haushalten offenbar durch den Einzug von Sprachassistenten – Alexa ist eben kein Kindermädchen. Und so beschweren sich immer wieder Eltern: "Hilfe, unsere Kinder verlernen Bitte und Danke!"

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