Opa zollt Müttern Respekt: "Ich salutiere vor jeder arbeitenden Frau"

Nachdem er auf seinen Enkel aufgepasst hat: Einer der mächtigsten Männer Indiens hat auf Twitter ein Bild gepostet, mit dem er Frauen Respekt dafür zollen möchte, wie sie entgegen aller Hindernisse Beruf und Familie miteinander vereinbaren.

Ich habe geholfen, auf meinen einjährigen Enkel aufzupassen und es hat mir die erschreckende Wahrheit dieses Bildes vor Augen gehalten. Ich salutiere vor jeder arbeitenden Frau und erkenne an, dass ihre Erfolge eine deutlich größere Menge an Mühe gekostet haben als dieselben Erfolge von Männern.

Mit diesen bemerkenswerten Worten kommentiert Anand Mahindra, einer der mächtigsten und reichsten Männer Indiens, eine Zeichnung des US-Komikers und Sozialkritikers George Carlin, die er auf Twitter gepostet hat.  

Die Zeichnung zeigt, wie viel schwerer es die meisten Frauen im großen Karriere-Wettrennen haben – denn ihr Weg ist versperrt durch Hindernisse wie Wäscheleinen, Bügelbretter und Waschmaschinen. Außerdem tragen sie High Heels. 

Was Frauen täglich leisten müssen

Zwar wirkt der Comic im ersten Moment sehr plakativ und wenn man es genau nehmen möchte, könnte man noch einen Haufen mehr Dinge dazu packen, beispielsweise Symbole für Vorurteile und unfaire Löhne – aber die Botschaft ist trotzdem klar: Frauen haben es deutlich schwerer im Berufsleben. Insbesondere weil selbst in modernen Gesellschaften wie in Deutschland vor allem aus historischen und finanzpolitischen Gründen ein Großteil der Haus- und Familienarbeit noch immer von ihnen geleistet wird. Zwar ändert sich das ganz langsam, doch der Weg ist noch weit ...

Das Bild wurde bereits tausendfach geteilt und mit Herzchen versehen. Viele Menschen sind dankbar dafür, dass Anand Mahindra eine weitere Debatte über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie angestoßen hat – klar, denn die haben wir noch immer bitter nötig.

So kommentiert beispielsweise eine junge Frau: 

Ich hoffe, dass dieser Tweet von jemandem wie dir mehr Männer dazu ermuntert, die Hausarbeit zu teilen.

Jemand anders schreibt:

Es bedeutet viel, dass das von Ihnen kommt, ich wünschte, alle Manager würden diese Tatsache erkennen. Arbeitende Frauen leben ständig in Schuld, werden immer verurteilt. Sie bringen jeden Tag Opfer. Alles, was sie wollen ist, dass jemand versteht, was sie jeden Tag durchmachen müssen.

Natürlich gibt es auch kritische Stimmen, die nach den Arbeitsbedingungen von Müttern in Mahindras Unternehmen fragen und Männer, die darauf verweisen, dass auch sie es nicht immer leicht haben, denn schließlich seien sie beispielsweise mit "hohen Erwartungen, Verantwortung, Selbstzweifeln" konfrontiert. 

Auch Väter kommentieren, einer schreibt: "Fair! Aber vergesst nicht, dass auch Väter hart arbeiten, um die Kinder großzuziehen. Es ist ein Gemeinschaftsjob von Vater und Mutter und beides sollte wertgeschätzt werden."

Aber insgesamt wird auf jeden Fall einmal mehr deutlich deutlich, dass die Waage der Gleichberechtigung noch immer ziemlich schief steht. Offene Debatten zu Möglichkeiten der Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und der Chancengleichheit von Frauen in der Arbeitswelt sind weiterhin alternativlos und wichtig. 

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mh
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