Angela Merkel: Zwangsbad in der Menge

Politischer Aschermittwoch: Die traditionelle Rede der Bundeskanzlerin stand ganz im Zeichen der Finanzkrise. BRIGITTE-Autorin Franziska Wolffheim hat Angela Merkel dabei beobachtet.

Angela Merkel hat im mecklenburgischen Demmin ernste Worte gesprochen. Da war kein Frotzeln, kein Zündeln oder Provozieren, der Aschermittwoch stand dieses Mal ganz im Zeichen der Finanzkrise. Merkel hat versucht, Mut zu machen, wollte zeigen, dass es ein Leben nach der Finanzkrise geben kann. Und Deutschland aus der Krise sogar gestärkt hervor gehen kann.

Die Kanzlerin hat frei gesprochen. Sie hat engagiert gesprochen. Und dabei die 2000 Menschen im Saal mitgerissen. Die Stimmung war aufgeheizt und merkwürdigerweise hat Merkel während ihrer ganzen Rede kein einziges Mal gelächelt, erst am Ende, beim Applaus. Danach hat sie den rechten Arm mehrmals in die Luft gereckt, was als Triumphgeste hölzern herüber kam, und sich unter die Zuhörer gemischt.

Ein Barack Obama genießt das Bad in der Menge. Merkel wirkt so, als habe sie in ihrem Kopf in dem Moment die Diskette eingelegt: "Jetzt muss ich in der Menge baden." Und trotzdem: Die Kanzlerin gab sich am Aschermittwoch kämpferisch - und genau das wird im Moment von ihr erwartet.

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Text: Franziska Wolffheim Foto: Getty Images

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Franziska Wolffheim
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