Vater schüttelte schon zwei Babys zu Tode: 7 Jahre Haft für drittes Mal

Ein Mann, der sein Kind fast zu Tode geschüttelt hat, muss sieben Jahre ins Gefängnis. Es war nicht das erste Mal, dass er wegen einer solchen Tat vor Gericht stand.

Diesmal überlebte der Säugling – in der Vergangenheit war das schon anders: Ein Vater musste sich in der Schweiz vor Gericht verantworten, weil er seine kleine Tochter fast zu Tode geschüttelt hätte. Das zwei Monate alte Mädchen erlitt dabei ein Schütteltrauma.

Tragisch daran: Der gelernte Bäcker hat bereits zwei Kinder auf dieselbe Art getötet. 1997 schüttelte er ein drei Wochen altes Baby so heftig, dass es starb. Im Jahr 2000 starb sein anderes von ihm heftig geschütteltes Kind in einem Krankenhaus in Frankreich. 15 Jahre Haft verbüßte der Mann dafür bereits.

Strafmildernd: Er fuhr selbst ins Krankenhaus

Wirkung zeigte die Strafe aber offenbar nicht: Im September 2016 wandte der Mann erneut die gleiche schreckliche Methode an. Wie die "NZZ" berichtet, war der Mann allein zu Hause und wachte auf, weil das Baby schrie. Daraufhin nahm er die Kleine aus dem Bett und schüttelte sie – mehrere Sekunden lang. 

Anschließend fuhr er selbst mit dem Kind in ein Krankenhaus. Das erkannte das Gericht in Lausanne als strafmildernd an. Sieben Jahre muss der Angeklagte nun ins Gefängnis. In Haft muss er sich außerdem einer Therapie unterziehen. Der Mutter und seiner verletzten Tochter muss er daneben 45.000 Franken (rund 38.600 Euro) Schmerzensgeld zahlen.

Vater will aus Panik vor Ersticken gehandelt haben

Zehn Tage musste der Säugling im Krankenhaus behandelt werden. Ob es unter Spätfolgen leiden wird, müsse sich zeigen, sagten Experten vor Gericht. 

Der Verurteilte rechtfertigte seine Tat mit Angst: Er sei in Panik geraten, weil das Kind seine Milch ausgespuckt habe und er befürchtet habe, es ersticke. Ohne nachzudenken habe er versucht, "das Beste zu machen", schreibt die "NZZ". Durch das Schütteln habe er das Baby wiederbeleben wollen.

Das Gericht stuft den Mann als stark rückfallgefährdet ein.

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