BKA sucht Straftäter: Wer kennt dieses kleine Mädchen?

Das Bundeskriminalamt bittet dringend um Mithilfe: Wer kann dieses Mädchen identifizieren? Die Ermittler befürchten, dass das Kind andauerndem sexuellen Missbrauch ausgesetzt ist.

Die Bilder sind nur schwer auszuhalten – mit dem Wissen, in welchem Zusammenhang sie entstanden sind. Doch das Bundeskriminalamt ist dringend auf Mithilfe angewiesen. Die Ermittler fragen: Wer erkennt das kleine Mädchen auf den Fotos?

Die Ermittler erhoffen sich, so dem Täter auf die Spur zu kommen. Denn die Bilder sind Ausschnitte aus Videos mit kinderpornographischen Inhalten. Sie kursieren im sogenannten Darknet, einem schwer zugänglichen Teil des Internets. Zu sehen ist ein schwerer sexueller Missbrauch an dem gezeigten Mädchen.

Täter agiert äußerst vorsichtig

Erstmals sind Aufnahmen des betroffenen Mädchens im Oktober 2016 aufgetaucht, das letzte Video entstand im Juli 2017. Das Kind wird folgendermaßen beschrieben:

• Alter: ca. vier bis fünf Jahre
• Haare: blond bis dunkelblond, glatt, lang, gerader Pony
• Gesicht: rundes Kinn, Stupsnase
• Augenfarbe: vermutlich braun
• Körperbau: schlank, gerade
• Sprache: deutsch

Von dem unbekannten Täter liegen keine Bild- oder Videoaufnahmen vor. Das gesuchte Mädchen ist in verschiedenen Winkeln, anscheinend auf einem Bett liegend, zu sehen.

Dass die Ermittler mit Opferbildern an die Öffentlichkeit gehen, ist ungewöhnlich. "Das gab es zuletzt 2007", zitiert BILD den Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk. Diesmal ist der Schritt notwendig, weil ansonsten keinerlei Material vorliegt, das zu dem Täter führen könnte. "Er agiert ganz strukturiert und vorsichtig. Er hinterlässt keine Spuren", sagt der Staatsanwalt. Und: Die bislang insgesamt neun Videos tauchten in ungewöhnlich kurzen Zeitabständen auf. Ungefuk:  "Wir mussten einfach die Fotos des Kindes veröffentlichen!“

Missbrauch dauert mutmaßlich an

Laut Bundeskriminalamt, das in diesem Fall zusammen mit der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main, Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT), ermittelt, ist es wahrscheinlich, dass das Kind noch immer einem andauerndem sexuellen Missbrauch ausgesetzt sind. Hinweise erbitten die Ermittler daher schnellstmöglich – in begründeten Fällen auch vertraulich – an:

Bundeskriminalamt Wiesbaden
Telefon: 0611/55-18444
Fax: 0611/55-45144
E-Mail: 
fahndung@bka.bund.de

Auch jede andere Polizeidienststelle nimmt Hinweise entgegen.

Update: Nach wenigen Stunden öffentlicher Fahnung wurde der Täter gefasst! Deshalb hat die Redaktion die entsprechenden Bilder gelöscht.

kia
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