Model (14) stirbt nach 12-Stunden-Modenschau

Sie wollte berühmt werden – stattdessen starb sie: Ein Nachwuchsmodel aus Russland arbeitete in China rund 12 Stunden täglich. Nach einer Modenschau fiel sie ins Koma.

Zu Tode gearbeitet – und das mit gerade einmal 14 Jahren: Ein russisches Teenie-Model ist bei einem Job in China an Erschöpfung gestorben. Vlada D. brach nach einer zwölfstündigen Modenschau in Shanghai zusammen und fiel ins Koma. Kurz zuvor hatte das Mädchen noch seine Mutter angerufen und ihr gesagt, es sei "so müde".

Sie arbeitete weiter – trotz Hirnhautentzündung

Wie die britische "Sun" berichtet, wachte die 14-Jährige nicht mehr aus dem Koma auf - sie starb zwei Tage später. Todesursache: "Völlige Erschöpfung" und eine chronische Meningitis. Ärzte stellten fest, dass das Model schon länger an der Hirnhautentzündung gelitten haben muss – doch der Teenager traute sich offenbar nicht, die Krankheit auszukurieren.

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Wohl aus Angst um ihre Karriere schuftete die junge Russin weiter. Und das viel mehr, als in ihrem Vertrag vereinbart war: Offiziell sollte Vlada D. nur drei Stunden am Tag arbeiten. Doch die Model-Agentur habe sie regelrecht zur "Sklaven-Arbeit" gedrängt, heißt es.

"Mama, ich bin so müde"

Die Mutter des Models, Oksana D., berichtet, ihre Tochter habe sie vor ihrem Tod noch verzweifelt angerufen. "Sie rief mich an und sagte 'Mama, ich bin so müde. Ich möchte so gerne schlafen.'" Das sei wohl ein Symptom der Krankheit gewesen – kurz darauf sei die Temperatur ihres Kindes hochgeschossen. "Ich habe sie angefleht, ins Krankenhaus zu gehen", sagt Oksana D. Die Mutter habe sich selbst noch um ein Visum bemüht, um zu ihrer kranken Tochter zu gelangen – doch das gelang nicht mehr rechtzeitig.

Die Model-Agentur erklärte nach Bekanntwerden des Falls, niemand habe mit "solchen Konsequenzen" gerechnet, berichtet die "Sun". Die Verantwortlichen gaben zu, den Vertrag der 14-Jährigen nicht richtig gelesen zu haben. Es habe auch niemand überprüft, ob Vlada D. krankenversichert sei. Eine Sprecherin sagte: "Wir ernten jetzt, was wir gesät haben."

kia
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