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Vorsicht! Wieso du deinen Impfpass nicht online posten solltest

Corona aktuell: aufgeschlagener Impfpass
© nitpicker / Shutterstock
Viele Menschen können es kaum abwarten, gegen Corona geimpft zu werden. Wenn sie endlich gepikst wurden, ist die Freude, und das Verlangen diese mit anderen via Social-Media zu teilen, groß. Warum du genau das jedoch nicht tun solltest, erfährst du hier.

Ein leuchtender Regenbogen, das hübsch angerichtete Essen oder ein malerischer Sonnenuntergang: Dinge, die uns fröhlich stimmen, halten wir gern bildlich fest. Doch nicht nur für uns, wir wollen unsere schönen Erlebnisse auch mit anderen teilen und laden die Schnappschüsse bei Facebook, Instagram und Co. hoch.

Nachdem der Impfprozess in Deutschland zunächst ein wenig schleppend verlief, geht es inzwischen mit den Impfungen voran. Eine Begleiterscheinung der steigenden Impfquote: In den sozialen Medien sind immer häufiger Bilder von Impfpässen zu sehen. Es ist verständlich, dass der Pieks für Erleichterung sorgt. Doch die Freude sollte man auf andere Weise teilen – und dafür gibt es gute Gründe.

Impfpass: Sensible Daten

Das Pflaster wird festgeklebt, die Covid-19-Impfung eingetragen und die Erleichterung groß. Darauf folgt der automatische Griff zum Smartphone, doch es gibt einen ganz offensichtlichen Grund, aus dem man seinen Impfpass aus den sozialen Netzwerken herauslassen sollte: Der Inhalt deines Impfpasses enthält sensible und persönliche Gesundheitsdaten, die geschützt werden sollten – im World Wide Web haben diese nichts zu suchen. "Bitte posten Sie keine Fotos der Inhalte Ihres Impfpasses", lässt das Bundesministerium für Gesundheit via Twitter verlauten.

Persönliche Daten können missbraucht werden

Außerdem haben kriminelle Personen leichtes Spiel, wenn sie die persönlichen Daten über ein Foto abgreifen können. Mit den sichtbaren Informationen wie Chargennummer, Stempel und Unterschrift der Praxis können sie im Handumdrehen gefälschte Impfpässe herstellen, die sie im Internet zu Verkauf anbieten. 

"Derzeit gibt es in Deutschland keinen fälschungssicheren Impfausweis. Auch die Aufkleber nach erfolgter Erst- und Zweitimpfung öffnen Betrügern Tür und Tor", erklärt Thorsten Urbanski, Sicherheitsexperte bei ESET. Um den illegalen Handel mit gefälschten Impfpässen nicht zu fördern, sollte Vorsicht geboten sein.

Impfie – Alternative zum Impfpass-Post

Eine sichere Alternative zum Impfpass-Foto ist ein sogenanntes Impfie. Dabei handelt es sich um ein Selfie, bei dem allerdings nicht das Gesicht im Fokus steht, sondern das Pflaster, das die Einstichstelle überdeckt. Also beim Fotoschießen einfach darauf achten, dass das Pflaster zu sehen ist. So werden deine Follower:innen beim Scrollen durch Social Media sofort verstehen, dass du dich über deine Impfung freust.

Verwendete Quellen: RTL.de, br.de, twitter.com

sti Brigitte

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