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Corona aktuell 50.000 Schüler*innen in Quarantäne

Corona aktuell: Schüler mit Mundschutz
© Sharomka / Shutterstock
Rund 50.000 Schüler*innen sollen sich derzeit in Quarantäne befinden. Die Zahl verdeutlicht, dass die Corona-Pandemie noch nicht vorbei ist.

Dieses Jahr war und ist alles anders. Während Kinder die ersten Schulausfälle zu Beginn der Coronakrise noch begrüßt haben dürften, wurden aus Wochen Monate – und aus Freude Frustration. Seit Ende der Sommerferien sollen langsam aber sicher wieder alle Kinder zur Schule gehen. Von Normalität kann trotzdem nicht die Rede sein.

Ganze Klassen in Quarantäne

Das zeigen aktuelle Zahlen, die aus einer Anfrage bei den Ministerien der Länder von der "Bild" hervorgeht. Demnach seien aktuell rund 50.000 Schüler*innen deutschlandweit in häuslicher Quarantäne. 

Damit dürfte Deutschland noch nicht einmal an seinem Höchststand angelangt sein. Der Schulbeginn seit Sommerferien ist erst einige Wochen her. Immer wieder wird von Verdachtsfällen in Schulen berichtet, woraufhin ganze Klassen samt Lehrkräfte in Isolation geschickt werden. Nun stehen zudem die Herbstferien bevor – und damit eine erneute potenzielle Ansteckungsquelle im Urlaub.

Corona-Zahlen könnten sich mehr als verdoppeln

Doch das Coronavirus wird lange nicht mehr lediglich durch Reiserückkehrer verbreitet. Wie Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrverbandes, bekannt gibt, sollen mittlerweile auch die Infektionszahlen steigen, bei denen eine Ansteckung in der Schule wahrscheinlich sei. In diesem Zuge warnt der Präsident laut Deutschlandfunk vor der nächsten Zeit: Er ginge davon aus, dass sich die Infektionszahlen innerhalb der nächsten drei Monate mindestens verdoppeln dürften. 

Je schneller die Infektionszahlen steigen, desto schwieriger gestaltet sich die Rückverfolgung der Kontakte. Wo hat sich ein Mensch mit dem Coronavirus infiziert? Die Ansteckungsketten sind nicht immer nachvollziehbar. Das wiederum macht es schwer, die weitere Verbreitung des Coronavirus einzudämmen und schnellstmöglich alle Kontaktpersonen zu identifizieren.

Die Quarantäne-Regelung ist eine Vorsichtsmaßnahme – sie bedeutet noch nicht, dass Betroffene auch infiziert sind. Trotzdem zeigen die 50.000 Fälle, wie hoch das Risiko einer Corona-Infektion aktuell weiterhin ist – und das nicht nur in Schulen. 

verwendete Quellen: NDR, Bild, Deutschlandfunk


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