Corona aktuell: 6 Dinge, die ein Kassierer dir jetzt sagen will

Zu Corona-Zeiten an der Kasse? Sicher kein leichter Job. Wir haben mit einem Supermarkt-Mitarbeiter über die aktuelle Situation gesprochen.

Nicht nur Ärzt*innen und Pflegekräfte geraten dieser Tage an ihre Grenzen. Die Coronakrise wird auch für Supermarkt-Mitarbeiter*innen zu einer besonderen Herausforderung. Während Massen ihre Geschäfte stürmen, stehen sie kopfschüttelnd daneben – und arbeiten unter Hochdruck daran, leere Regale wieder aufzufüllen.

Wie fühlt es sich an, jeden Tag von unzähligen Menschen umgeben zu sein, wenn man diese eigentlich gerade meiden soll? Müssen wir jetzt wirklich hamstern? Und was kann man aktuell für Kassierer*innen tun? Ein Mitarbeiter der Supermarktkette "Rewe" berichtet uns von seinem Alltag an der Supermarkt-Front.

Zu Corona-Zeiten an der Kasse: 6 Fragen an den Supermarkt-Mitarbeiter

Machen dir die Menschenmassen im Supermarkt gerade Angst?

"Ich habe keine Angst vor den Menschen, nein. Ich verstehe aber nicht, warum sich gerade viele Rentner beim Einkaufen immer noch so viel mit anderen unterhalten und sich teilweise nicht an den Sicherheitsabstand halten.

Manche Kunden kommen auch uns Angestellten regelmäßig zu nahe oder fassen uns an, was wir derzeit gar nicht leiden können.“

Kaufen die Kunden jetzt andere Dinge als sonst?

"Wirklich skurril fand ich, dass die Kunden am Ende auch das teuerste Klopapier in Massen gekauft haben. Der Preis war egal, auch wenn es sonst der Ladenhüter schlechthin war.“

Müssen wir denn gerade viel einkaufen und Angst vor leeren Lagern haben?

Es besteht kein Grund zu hamstern. Klar, hier und da gibt's nicht mehr jede Sorte und Marke, aber es gibt jeden Tag Nachschub! Und das ist auch in vier Wochen vermutlich noch der Fall.

Was wünschst du dir von deinen Kunden?

"Von den meisten Kunden habe ich keine Wünsche, aber von den unbelehrbaren Dauermeckerern würde ich mir ein bisschen mehr Verständnis wünschen…  Dass sie im Moment halt nicht alles bekommen, sollten sie nicht an uns auslassen.“

Möchtest du den Menschen etwas sagen?

"Sie sollten bitte nicht mehr für eine Dose Erbsen und Wurzeln zu uns einkaufen kommen. Sondern vorher an ihre Gesundheit denken. "

Es geht aber auch ein Danke an den Großteil der Kunden raus: Dass sie Verständnis zeigen und meistens doch gut gelaunt einkaufen gehen!

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Fällt dir dein Job gerade schwer?

"Ich bin froh, etwas zu tun zu haben, wenn ich ehrlich bin! Die Kollegen ziehen alle mit – das macht es deutlich angenehmer, zur Arbeit zu gehen.“

Danke für das Gespräch und vor allem deinen Einsatz aktuell!

verwendete Quelle: Interview

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