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Neue Bewertungsgrundlage Statt auf die Inzidenz wird jetzt auf die Hospitalisierung geschaut

Corona-Schutzmaßnahmen sollen ab jetzt auf Grundlage der Auslastung in den Krankenhäusern beschlossen werden.
Corona-Schutzmaßnahmen sollen ab jetzt auf Grundlage der Auslastung in den Krankenhäusern beschlossen werden.
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News, die uns bewegen: Bei der Bewertung der Corona-Lage hat die Inzidenz jetzt ausgedient +++ Corona-Pandemie – Mütter leiden deutlich häufiger unter depressiven Verstimmungen

Die News der Woche im Brigitte-Ticker

Was bewegt die Welt? Was bewegt die Brigitte-Redakteur:innen? In diesem Ticker fassen wir für euch die wichtigsten News zusammen.

15. September 2021

Bei der Bewertung der Corona-Lage hat die Inzidenz jetzt ausgedient

Statt der Inzidenz soll künftig die regionale Krankenhausbelegung der entscheidende Maßstab für die Einleitung von Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus sein. Das geht aus der sogenannten Formulierungshilfe des Bundesgesundheitsministeriums für eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes hervor, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliege. In dem Antrag wird darauf hingewiesen, dass die Anzahl der stationär zur Behandlung angenommenen Covid-19-Patienten je 100.000 Einwohner entscheidend sein sollte. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz.

Einen einheitlichen Grenzwert soll es nicht mehr geben. Der Schwellenwert sei abhängig von der jeweiligen regionalen Versorgungskapazität der Krankenhäuser. Es sollen aber auch weiterhin andere Parameter wie die Anzahl der bereits Geimpften oder die Infektionsdynamik mit in die Bewertung einbezogen werden können. Dem RND sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU): Die Inzidenz hat ausgedient. Um die Pandemielage zu beurteilen, ist die Hospitalisierungsrate sehr viel aussagekräftiger.“

8. September 2021

Corona-Pandemie: Mütter leiden deutlich häufiger unter depressiven Verstimmungen

Die deutlich angestiegene Sorgearbeit hinterlässt ihre Spuren in den Familien. Vor allem die Mütter in Deutschland leiden während der Pandemie häufiger unter depressiven Verstimmungen und fühlten sich öfter überfordert, so das Ergebnis einer Datenanalyse des Senders rbb24, die sich auf Erhebungen des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) stützen.

Vor der Pandemie gaben 29 Prozent der Mütter, die in einer Beziehung leben, und 21 Prozent der alleinerziehenden Mütter an, sich manchmal oder häufiger niedergeschlagen und hoffnungslos zu fühlen. Während der Pandemie waren es 64 Prozent der Mütter in Beziehungen und 74 Prozent der Singlemütter.

Bei Vätern stieg der Anteil derjenigen mit depressiven Verstimmungen von 33 auf 48 Prozent. Nach Meinungen von Wissenschaftler:innen ist es vor allem die gestiegene Care-Arbeit, die auf den Schultern der Mütter lastet. Bei Müttern in einer Beziehung erhöhte sich die Care-Arbeit von sechs bis sieben Stunden auf über zehn Stunden am Tag. Die Forschenden warnen: Wenn sich jetzt nichts tut, dann droht einer gesamten Mütter-Generation ein Burn-Out, so die "Zeit".

Verwendete Quellen: rbb24.de, zeit.de, rnd.de

slr Brigitte

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