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Vorher-Nachher-Fotos Pflegerin zeigt, wie die Corona-Krise sie verändert hat

Corona aktuell: Pflegerin mit Schutzkleidung
© Haris Mm / Shutterstock
Die Corona-Krise geht an keinem spurlos vorüber – am wenigsten an den Menschen, die an vorderster Front arbeiten. In drastischen Bildern zeigt eine Pflegekraft nun, wie sie die Pandemie verändert hat.

"Ich liebe es, Krankenschwester zu sein." Passender könnten Worte kaum gewählt sein, um das Portrait einer jungen Frau zu beschreiben. Es zeigt eine Frau zu ihrem Berufsbeginn, frisch sieht sie aus, wie sie dort mit gebügelter Bluse und lächelnden Mundwinkeln in die Kamera blickt. Ihre Haare sind gepflegt zur Seite gekämmt, die Haut wirkt rosig, die Augen wach. 

Die Spuren der Corona-Pandemie

Das Foto zeigt Kathryn, eine Intensivpflegerin aus den USA, deren Gesicht sich aktuell in zahlreichen Medien weltweit verbreitet. Doch es ist ein anderes Bild, das für Aufsehen sorgt. Es zeigt dieselbe Frau, die jedoch ein anderer Mensch zu sein scheint. Es zeigt Kathryn mitten in der Corona-Pandemie.

Die Pflegerin dokumentiert seit einiger Zeit auf Twitter ihre Arbeit – unter anderem, um auf die Gefahren des Coronavirus aufmerksam zu machen. Nun veröffentlichte sie zwei Fotos von sich mit der Überschrift "Wie es begann – wie es gerade läuft". 

"Es ist verheerend, Menschen sterben zu sehen, deren Tod vermeidbar gewesen wäre"

Auf dem zweiten Foto ist Kathryn heute zu sehen. Ihre Haare sind zerzaust, ihr Gesicht von Striemen gezeichnet. Im direkten Vergleich sind es jedoch die Augen, die besonders hervorstechen. Sie sind nicht einfach nur müde, sie haben sich verändert, durch das, was die Intensivpflegerin die letzten Monate erleben musste. "Es ist verheerend, Menschen sterben zu sehen, deren Tod vermeidbar gewesen wäre und noch verheerender, sie jedes Mal auf die gleiche Art sterben zu sehen, immer wieder und wieder", schreibt die Intensivpflegerin zu dem Beitrag. 

Die Veränderung ist so drastisch, dass sie trotz Eindimensionalität der Fotos bei ihrem Anblick fast greifbar, vor allem aber spürbar erscheint. Trotzdem will Kathryn kein Mitleid. Sie will wachrütteln. "Covid ist eine brutale Krankheit und ich würde sie nicht meinem schlimmsten Feind wünschen. Bitte versteht, dass ihr nicht nur euch selbst, sondern auch die Menschen in eurem Umfeld schützt", beendet die Pflegerin den Tweet. 


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