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Corona aktuell: Erste Schulen & Kitas geschlossen

Corona aktuell: Chaos! Erste Schulen & Kitas geschlossen
© Sharomka / Shutterstock
Wie geht Deutschland mit der Bedrohung durch das Corona-Virus um? Erste Bundesländer haben ihre Schulen und Kitas geschlossen – eine Bestandsaufnahme. 

Welchen Einfluss wird das Corona-Virus auf unser Leben haben? Inzwischen ist klar: Es hat einen Einfluss – und der wird immer größer. Was allerdings weiterhin unklar ist: Welche Regelung greift wo? In Deutschland ist das Corona-Chaos ausgebrochen – kaum einer weiß noch, was stattfindet und welche Einrichtungen geschlossen wurden.

++Update: Erste Schulschließungen im Saarland und in Bayern ++

Die ersten Bundesländer reagieren: Wie unter anderem die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, bleiben in Bayern ab Montag die Schulen und Kindertagesstätten geschlossen. 

Selbiges gilt für das Saarland: Auch hier sollen die Schulen und Kitas bundeslandweit ab Montag zu bleiben. Eine Notbetreuung sei laut Ministerpräsident Tobias Hans sichergestellt, wie die "Tagesschau" berichtet. Ob die Abiturprüfungen stattfinden, ist derzeit noch unklar.

Die Schulen und Kitas sollen erst einmal bis zu den Osterferien im April geschlossen bleiben. Ob und welche Bundesländer nachziehen, bleibt abzuwarten. 

++Update: Berlin, Bremen, Hamburg und Niedersachsen ziehen nach ++

Wie die Tagesschau informiert, ziehen immer mehr Bundesländer nach. Nun werden auch in Berlin und Niedersachsen die Schulen und Kitas ab Montag geschlossen bleiben.

In Berlin soll die Schließung stufenweise von statten gehen. In Niedersachsen sollen Schulen und Kitas erstmal für zwei Wochen schließen, ab Mitte April und mit Ende der Osterferien ist aktuell geplant, die Einrichtungen wieder zu öffnen.

In weiteren Bundesländern wird derzeit über die Schließung von Schulen und Kindertagesstätten diskutiert. Jüngst hat nun auch Bremen nachgezogen. Dort bleiben Schulen und Kitas ebenfalls ab Montag geschlossen.

++Hamburg und Schleswig-Holstein schließen Schulen++

Nun hat auch Hamburg beschlossen, die Ferien zu verlängern. Eine Betreuung soll jedoch weiterhin sichergestellt sein, wie diese aussehen könnte und welche Schulen betroffen sind, soll am Nachmittag bekannt gegeben werden. 

In Schleswig-Holstein soll die Schule ebenfalls bis zum 19. April ausfallen – allerdings lediglich für einen Teil der Schüler. Für die Klassen sieben bis dreizehn fällt der Unterricht ganz aus, für jüngere Schüler soll zunächst bis zum 18.März eine Sonderbetreuung eingerichtet werden, damit Eltern ihren Beruf weiter ausüben können. Wie die Bild berichtet, betrifft das vor allem Berufsgruppen aus der medizinischen Versorgung und öffentlichen Infrastruktur. Für Kindergarten-Kinder soll diese Regelung zunächst ebenfalls bis zum 20. März gelten.

Warum gibt's so ein Corona-Chaos?

Hintergrund der unübersichtlichen Situation: In Deutschland wird nicht zentral entschieden, wie wir mit der Ausbreitung des Virus umgehen. Vielmehr entscheiden örtliche Gesundheitsämter, also rund 400 Behörden vor Ort. Das hat seine Vorteile, zum Beispiel, dass sie die Lage vor Ort gut einschätzen können. Ein Nachteil allerdings: Es entsteht Corona-Chaos – kaum noch einer blickt durch.

So sind in einigen Städten Schulen und Kitas geschlossen, in anderen geht der Betrieb weiter. Ein ähnliches Bild bei Fußballspielen (einige wurden abgesagt, manche laufen ohne Zuschauer) und in Deutschlands Firmen (manche schicken ihre Mitarbeiter ins Homeoffice, andere nicht). Deutschland im Griff von Corona – ein Flickenteppich!

Wie kann ich mich informieren?

Zentrale Entscheidungen und Informationen gibt es bislang noch nicht. Deswegen solltest du im Zweifelsfall versuchen, dich vor Ort zu erkundigen. Die meisten Veranstalter veröffentlichen Absagen und Schließungen auf ihren Webseiten oder in den Sozialen Medien.

Experten haben eine deutliche Empfehlung

Das uneinheitliche Vorgehen mit dem Virus sorgt dafür, dass viele Bürger unsicher sind: Soll ich nun zu Hause bleiben? Soll ich Verabredungen absagen? Weil die Bundesregierung keine Vorschriften machen kann, appelliert die Politik aktuell lediglich, verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen.

Virologen, Statistiker und weitere Experten werden deutlicher. Sie sagen: Wir sollten alle so weit es irgendmöglich ist, zu Hause bleiben, um eine Ausbreitung des Virus auszubremsen. Nur so könne noch verhindert werden, dass wir Verhältnisse wie in Italien bekommen und damit unser Gesundheitssystem und die Mediziner überfordern.

Mittlerweile hat sich auch eine private Initiative gegründet, die unter dem Namen "Stay the Fuck Home" ("Bleib verdammt nochmal zu Hause!") dazu aufruft, Verantwortung zu übernehmen und sich selber unter Quarantäne zu stellen.

verwendete Quellen: NDR, Spiegel.de, staythefuckhome.com, Tagesschau, Süddeutsche


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