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Corona-Forscher erschossen: Er stand kurz vor dem Durchbruch

Corona aktuell: Forscher mit Blutprobe
© SamaraHeisz5 / Shutterstock
In den USA wurde der Forscher einer Universität erschossen. Dr. Bing Liu soll mit dem Coronavirus gearbeitet und kurz vor einem Durchbruch gestanden haben.

Die Universität Pittsburgh, Pennsylvania, trauert um ihren Professor Bing Liu. Der Forscher wurde am 02. Mai 2020 im Alter von 37 Jahren erschossen. Zuvor soll er sich intensiv mit dem Coronavirus beschäftigt haben.

Corona-Forscher tot aufgefunden

Dr. Bing Liu soll bereits am ersten Mai-Wochenende tot in seinem Zuhause aufgefunden worden sein. Das berichtete unter anderem "CNN". Der Professor habe mehrere Schusswunden erlitten. Wie das Ross Police Department mitteilte, fanden Ermittler neben dem Haus eine weitere Leiche. Die Polizei geht zum derzeitigen Stand der Ermittlungen davon aus, der Schütze habe zunächst den Forscher und dann sich selbst erschossen. 

Wieso der Professor erschossen wurde, ist derzeit noch unklar. Laut Polizei gebe es keinerlei Hinweise darauf, dass die Tat etwas mit Dr. Bing Lius chinesischer Herkunft zu tun habe. Das teilten Ermittler der Presse mit. Auch deute bislang nichts auf einen Zusammenhang zur aktuellen Forschung des Professors hin.

Universität will Forschung am Coronavirus fortsetzen

Dr. Bing Liu soll sich intensiv mit einem Zellmechanismus rund um die Infektion mit Sars-CoV-2 und darauf folgende Komplikationen beschäftigt haben. Seine Forschung rund um das Coronavirus stand laut einer Mitteilung der Universität von Pittsburgh "kurz vor einem Durchbruch". Nun wolle das Team versuchen, die Arbeit des Kollegen weiterzuführen – um zu verstehen, was bei einer Infektion mit dem Coronavirus wirklich im Körper passiert.

Jenny hat kein Verständnis für Menschen, die die Krise auf die leichte Schulter nehmen.
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Mit der gemeinsamen Arbeit an seinem letzten Projekt wollen die Mitarbeiter der Universität Dr. Bing Liu eine letzte Ehre erweisen. Er sei ein "exzellenter Lehrer" gewesen, der sein Wissen und seine Zeit großzügig mit anderen geteilt habe. Die Universität sei in Gedanken nun jedoch vor allem bei den Angehörigen des Forschers.

verwendete Quellen: CNN, University of Pittsburgh


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