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Gerade erst geöffnet: Gymnasium muss wegen Corona-Verdachts schon wieder schließen

Corona aktuell: Ein leeres Klassenzimmer
© AKK photo / Shutterstock
Ein kurzes "Vergnügen" für die Schüler des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden in Dormagen: Nach wenigen Tagen Schulbetrieb müssen sie nun schon wieder zu Hause bleiben – wegen Corona-Verdachts.

Obwohl die Schulöffnungen in vielen Bundesländern bereits beschlossen oder zum Teil sogar umgesetzt sind, diskutieren Politiker*innen und Expert*innen noch immer, ob das zu diesem Zeitpunkt sinnvoll und richtig ist. Zu kleine Klassenzimmer, um die Abstandsregeln einzuhalten, zu marode Infrastruktur, um Hygienevorschriften umzusetzen – zu viele Unbekannte, um alles zu bedenken. Gleichzeitig nähert sich das Schuljahr dem Ende, Abschlussprüfungen müssen abgelegt werden, Versetzungen stehen an und Stimmen werden laut, die die Schüler der "Generation C" – der Generation Corona – als "verloren" titulieren.

Dormagener Gymnasium muss kurz nach Öffnung wieder schließen

Auch wenn "verloren" vielleicht ein bisschen weit geht, haben beide Seiten gute Argumente. Was die richtige Entscheidung ist bzw. welcher Zeitpunkt zur Wiederöffnung der Schulen am sinnvollsten, lässt sich vermutlich (leider) sowieso erst rückblickend beurteilen. Und so lange können alle Beteiligten lediglich ihr Bestes geben, um möglichst bald mit möglichst geringem Risiko zu einer Art Normalität oder immerhin einem Weg dorthin zurückzukehren.

Das Dormagener Norbert-Gymnasium Knechtsteden hatte vergangene Woche den ersten Schritt in genau diese Richtung getan. Am Donnerstag hatte die katholische Schule in Nordrhein-Westfalen nach sorgfältiger Vorbereitung seine Türen wieder geöffnet, und zwar zunächst nur für angehende Abiturient*innen. Doch laut Berichten der "Rheinischen Post" gilt nun auch für sie schon wieder: Zurück zum Homeschooling. In der Familie eines Schülers sei eine Person positiv auf Covid-19 getestet worden, heißt es laut der Zeitung in einem Schreiben der Schule an Eltern, Schüler*innen und Lehrer*innen. Da der betroffene Schüler möglicherweise auch infiziert und somit Überträger sein könnte, hat das Gymnasium seine Türen aus Sicherheitsgründen vorerst wieder geschlossen. 

Die Vorbereitungen auf das Abitur sollen nun digital stattfinden. Auch wenn wir natürlich das Beste hoffen: Der Fall aus Dormagen lässt bereits erahnen, dass die begonnenen und geplanten Schulöffnungen in ganz Deutschland nicht ohne Ruckeln vonstatten gehen werden ...


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