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Hilfe vom Bund Familienministerin will Tausende Fachkräfte für Kitas und Schulen abstellen

Eine Lehrerin mit zwei Kindern
© AlessandroBiascioli / Shutterstock
Fast jeden Tag erreichen die Infektionszahlen neue Höchstwerte, dabei sind die Inzidenzen in den jungen Altersstufen aktuell am höchsten. Um die Betreuung und Bildung der Kinder und Jugendlichen zu sichern, will Familienministerin Anne Spiegel (Grüne) jetzt Personal des Bundes ausleihen.

Die aktuellen Inzidenzen der jungen Altersstufen sind erschreckend hoch. Bei den Null- bis Vierjährigen liegt die Inzidenz bei 460,98. In der Altersstufe zwischen fünf und neun bei 1095,69, bei den Zehn -bis 14-Jährigen liegt die Inzidenz bei 1137,74 und bei den 15- bis 19-Jährigen bei 1183,32, so das Robert Koch-Institut (Stand 20. Januar 2022).

Omikron: Die hohen Inzidenzen führen zu immer mehr Schul- und Kitaausfällen

Die hohen Inzidenzen führen zu vielen Ausfällen in Schulen und Kitas, nicht wenige Einrichtungen mussten komplett schließen, da auch die Erzieher:innen und Lehrer:innen infiziert oder in Quarantäne sind. Um den Regelbetrieb zu sichern, hat Bundesfamilienministerin Anne Spiegel Einrichtungen mit besonders angespannter Personalsituation Hilfe vom Bund angeboten.

Die fast 8000 pädagogischen Fachkräfte aus den Bundesprogrammen "Sprach-Kitas" und "Respekt Coaches" könnten "sechs Wochen lang in den Einrichtungen bei der Betreuung der Kinder helfen", sagte die Grünenpolitikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "So geben wir den Kitas und Schulen mehr Flexibilität und helfen, Personalengpässe zu überbrücken", sagt Spiegel. Es sei wichtig, dass die Schulen und Kitas offenbleiben, das hätten die Lockdowns der vergangenen Jahre gezeigt.

Schulen und Kitas: Anne Spiegel bietet Hilfe durch Tausende Fachkräfte vom Bund

Die Programme "Sprach-Kitas" und "Respekt Coaches" sind vom Bund gefördert. Das Kita-Programm fokussiert sich auf die sprachliche Bildung, die "Respekt Coaches" sollen Schulen beim Kampf gegen Extremismus, Hass und Rassismus unterstützen.

Angesichts der rasch steigenden Ausbreitung der Omikron-Variante wollen Bund und Länder am Montag ab 14 Uhr erneut über die Corona-Schutzmaßnahmen beraten. Ganz oben auf der Agenda steht die Diskussion um die Priorisierung der PCR-Tests aufgrund der knappen Laborkapazitäten. 

Bundesfamilienministerin fordert Priorisierung von PCR-Tests im Bereich der Schule und Kitas

Laut der Beschlussvorlage sollen die PCR-Tests weiter für das Personal, "insbesondere in Krankenhäusern, in Praxen, in der Pflege, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und für Personen mit dem Risiko schwerer Krankheitsverläufe" zur Verfügung stehen, so der "Spiegel". Vor dem Treffen hatte Anne Spiegel jetzt in den Funke-Zeitungen verlangt, dass auch Erzieher:innen sowie Kinder in Grundschule und Kita priorisierten Zugang zu PCR-Tests erhalten sollten.

"Nur so können wir verhindern, dass gesunde Kinder unnötig lange von der Kita oder Schule ferngehalten werden", so die Bundesfamilienministerin. Dies gelte auch für die sogenannten Lolli-Pool-Tests. Sie trügen dazu bei, dass weniger PCR-Tests benötigt würden, so Anne Spiegel, denn bei den Pool-Tests könnten mehrere Kinder gleichzeitig durch nur ein PCR-Verfahren getestet werden.

Verwendete Quellen: "spiegel.de", "rki.de"

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei ELTERN.de.

slr

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