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Corona aktuell Impfskeptikerin auf Intensivstation: "Jetzt bereue ich das, ich dumme Nudel"

Corona aktuell: Intensivstation
© Alexandros Michailidis / Shutterstock
Barbara Meier wollte sich nicht gegen Corona impfen lassen. Dann erkrankte die Altenpflegerin selbst schwer – und landete auf der Intensivstation.

Der Corona-Impfstoff war neu. Und Barbara Meier skeptisch. Als sie als Altenpflegerin an der Reihe war, lehnte sie die Impfung ab. Kurze Zeit später erkrankte die 60-Jährige an Covid-19 – und erlebte einen schweren Verlauf.

Altenpflegerin lehnte Impfung ab – und bekam Corona

Über das Handy hat die Frau nun mehreren Medien Interviews gegeben – aus dem Krankenhaus heraus. Denn die ehemalige Impfskeptikerin ist nur Impfkämpferin geworden. "Corona ist so ein großer Begriff - ich wusste so vieles nicht und glaube, dass es nicht nur mir so ging", sagte sie gegenüber "Nordbayern". 

Barbara Meier hatte selbst nicht erwartet, dass es sie so hart treffen würde. Deswegen wollte sie lieber noch eine Weile abwarten, bei so einem neuen Impfstoff. "Jetzt bereue ich das natürlich, ich dumme Nudel", gibt sie im Interview zu. Als sie die Impfung ausschlug, fühlte sie sich noch fit, übernahm sogar Schichten ihrer Kolleg*innen im Altersheim. Dann konnte sie eines Tages kaum mehr aufstehen. 

Selbst das Kauen sei der 60-Jährigen schwergefallen, ebenso wie der Griff zum Handy. Den Anruf vom Gesundheitsamt verpasste sie, woraufhin dieses die Polizei zu ihr schickte – und sie schließlich ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Dort lag Meier eine Woche lang auf der Intensivstation, bekam heißen Sauerstoff. Doch die Frau hatte Glück im Unglück. Sie musste nicht ins künstliche Koma versetzt werden, liegt mittlerweile wieder auf der normalen Station. 

"Jeder sollte die Corona-Vorgaben wirklich ernstnehmen. "

Doch wann sie aus der Klinik entlassen werden und wieder nachhause kann, weiß Meier nicht. Noch immer habe sie Schmerzen von den Schläuchen und Hustenreiz. Weitere Untersuchungen laufen. Trotzdem zeigt sich die Frau im Interview positiv. Sie könne sich bewegen, sogar wieder schmecken.

Wie so viele weiß auch die Altenpflegerin nicht genau, wo sie sich mit dem Coronavirus infiziert hat. Im Pflegeheim hatte es jedoch einige Fälle gegeben, an denen sie beteiligt gewesen wäre. Doch bei jedem Kontakt soll Meier penibel auf ihre Schutzkleidung und Hygienemaßnahmen geachtet haben. Trotzdem erwischte sie es. Deswegen will sie jetzt möglichst viele Menschen warnen: "Jeder sollte die Corona-Vorgaben wirklich ernstnehmen." Sie selbst würde noch eine Weile brauchen, um die Krankheit zu verarbeiten.

verwendete Quellen: Nordbayern.de, Der Spiegel


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