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Einheitliche Regeln Gesundheitsminister beschließen Fünf-Tage-Quarantäne an Schulen

Ein junges Mädchen trägt in der Schule eine Maske.
Ein junges Mädchen trägt in der Schule eine Maske.
© Shutterstock
In Deutschland herrscht ein Quarantäne-Wirrwarr an den Schulen. Die Auflagen unterscheiden sich teilweise sogar zwischen den einzelnen Gesundheitsämtern in einem Bundesland. Jetzt haben die Gesundheitsminister die Regeln vereinheitlicht.

Die Gesundheitsminister:innen der Länder haben beschlossen, dass es einheitliche Quarantäneregeln an Schulen geben soll. Nach Angaben des Vorsitzenden der Ressortrunde, dem bayerischen Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), sollen künftig keine kompletten Klassen mehr in Quarantäne müssen.

Einheitliche Quarantäneregeln an allen Schulen

Nur die Schüler:innen und Personalkräfte, die im direkten Kontakt zu der infizierten Person standen, sollen eine Quarantäne einhalten müssen. Neu ist auch, dass sie sich nach fünf Tagen aus der Isolation heraustesten können. Geimpfte und genesene Schüler:innen sollen von der Quarantäne-Regelung ausgenommen werden.

Diese Empfehlung wird jetzt an die Gesundheitsämter weitergegeben, so Holetschek. Die Bewertung der jeweils individuellen Lage und die damit verbundenen Maßnahmen liegen aber nach wie vor bei den Behörden vor Ort.

Forderung nach einheitlichen Quarantäneregeln an Schulen

Nicht nur Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte vor der Ministerrunde den Wunsch geäußert, die Quarantänezeit von derzeit 14 Tagen zu verkürzen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn knüpfte daran an und schlug die bundesweite Fünf-Tage-Quarantäne für Sitznachbar:innen und direkte Kontaktpersonen von Infizierten Kindern vor. 

"Die Verunsicherung der Eltern, Lehrerinnen und Lehrern durch die vielen unterschiedlichen Quarantäneregeln ist groß", hatte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärzt:innen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke Mediengruppe vor der Ministerrunde gesagt. Es gäbe nicht nur unterschiedliche Verfahren in den einzelnen Bundesländern, sondern auch bei den einzelnen Gesundheitsämtern eines Landes.

Auch der Präsident des deutschen Lehrerverbandes Heinz-Peter Meidinger sprach sich im "Schulstunde"-Podcast des Redaktionsnetzwerkes Deutschland (RND) für neue Quarantäneregeln aus: "Wenn eine gute Lüftung im Klassenzimmer gewährleistet ist, wenn vielleicht sogar eine Raumluftfilteranlage drin ist, dann muss man nicht die Kinder einer ganzen Klasse in Quarantäne schicken." Man könne sich auf die unmittelbaren Sitznachbar:innen konzentrieren. Diesen Forderungen ist die Ministerrunde nun nachgekommen.

Verwendete Quellen: zeit.de, tagesschau.de

Dieser Artikel ist zuvor auf Eltern.de erschienen.

slr Brigitte

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