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Wegen Coronavirus – Katzen sollen besser im Haus bleiben

Corona aktuell: Katzen in Wohnung
© Olesya Kuznetsova / Shutterstock
Wichtiger Hinweis für Besitzer von Katzen: Um die Tiere vor dem Coronavirus zu schützen, wird jetzt empfohlen, die Tiere im Haus zu behalten.

Katzen sollten in nächster Zeit vorsorglich im Haus gehalten werden. Der Grund: Laut Aussagen des Instituts für Virologie der Freien Universität Berlin (FU) und des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) verdichten sich die Anzeichen, dass Katzen für das neue Coronavirus SARS-CoV-2 empfänglich sind und auch daran erkranken können, heißt es in einer Pressemitteilung

Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) empfiehlt Tierhaltern deshalb jetzt zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen und eine besondere Fürsorge für Hauskatzen. Jörg Turk vom ZZF rät: "Wenn möglich, sollten Katzenhalter ihre Tiere derzeit vorsorglich in der Wohnung halten."

Kein Hinweis, dass Katzen Virus auf Menschen übertragen

"Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) erwähnt auf seiner Website eine Studie, in der festgestellt wurde, dass Katzen Antikörper gegen SARS-CoV-2 gebildet haben, was auf eine durchgemachte Infektion schließen lässt", heißt es in der Mitteilung. Bislang gebe es jedoch keine Hinweise darauf, dass Katzen oder Hunde das Corona-Virus auf den Menschen übertragen können. So sehen nach wie vor sowohl das FLI als auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Heimtiere nicht als relevant für die Ausbreitung der Seuche an. 

Es gebe weiterhin keinen Grund, Haustiere vorsorglich in Tierheime abzugeben. Die Tiere könnten sich von einer Sars-Cov-2-Infektion erholen – es bestehe demnach auch kein Anlass, ein erkranktes Tier einzuschläfern, so die Experten.

Was ist das Coronavirus eigentlich genau?

Infizierte Menschen sollten Tiere schützen

  • Wer mit dem Coronavirus infiziert ist, sollte beim Kontakt zu seinen Haustieren besonders auf Hygiene achten, engen Kontakt möglichst vermeiden, die Tiere nicht anhusten oder anniesen und sich von den Tieren nicht durchs Gesicht lecken lassen.
  • Katzen in Quarantäne-Haushalten sollten zudem nicht mehr rausgelassen werden, rät das Friedrich-Loeffler-Institut auf seiner Website. 
  • Außerdem sei es besser, wenn Katzen aus Quarantäne-Haushalten nicht mit fremden Katzen untergebracht werden, etwa in einer Katzen-Pension.
  • Grundsätzlich sei es in nächster Zeit besser, bei zufälligen Begegnungen mit Freigänger-Katzen zum beiderseitigen Schutz auf das Streicheln der Nachbarskatze zu verzichten.
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Der Verzicht auf Streifzüge durchs Revier sei für viele Katzen nicht einfach. Jörg Turk empfiehlt darum: "Katzenhalter, die ihre Freigänger für eine gewisse Zeit zu Stubenhockern umerziehen müssen, sollten sich intensiv mit ihren Tieren befassen. Wenn die Tiere ausgiebig beschäftigt werden, können sie im Haus aber durchaus tierschutzgerecht gehalten werden". 

Wichtig: Hygiene ist und bleibt auch im Umgang zwischen Halter und Katze oberstes Gebot. Katzenhalter sollten sich nach jedem Kontakt mit dem Tier gründlich die Hände waschen. 

Viele weitere Hinweise zum Umgang mit Haustieren während der Corona-Pandemie bietet das Friedrich Loeffler-Institut auf seiner Internetseite: www.fli.de

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Verwendete Quellen: wz.de, presseportal.de, fu-berlin.de, fli.de

Pressemitteilung / mh

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