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Corona aktuell Kinderschutzbund fordert Ferien bis Ende Januar

Corona aktuell: Schüler vor geschlossenem Tor
© Inna Reznik / Shutterstock
Der Deutsche Kinderschutzbund fordert aufgrund der Corona-Krise eine Verlängerung der Ferien – und zwar bis Ende Januar. Es sei nicht mit einer grundlegenden Besserung der Situation zu rechnen.

Die Corona-Krise spitzt sich weiter zu. Nachdem die ersten Maßnahmen kaum Auswirkungen zeigten, befindet sich Deutschland seit letztem Mittwoch zum zweiten Mal dieses Jahr in einem harten Lockdown. Der gilt zunächst bis zum 10. Januar – jetzt fordert der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) jedoch eine weiterführende Maßnahme für Schulen.

Kinderschutzbund will Verlängerung der Ferien

Wie die "Rheinische Post" berichtet, plädiert DKSB-Verbandspräsident Heinz Hilgers für eine Verlängerung der Schulferien bis Ende Januar. Der Grund: Aktuell sehe es nicht so aus, als würde sich die Corona-Krise bis zum 10.1. verbessern. Sollten die Infektionszahlen in Deutschland nicht massiv sinken, sehe der Deutsche Kinderschutzbund schlichtweg keine andere Wahl, als die Kinder weiter zuhause zu lassen. Dafür sollten die Sommerferien hingegen um drei Wochen gekürzt werden.

Bisher umfassen die Maßnahmen der Bundesregierung lediglich die deutliche Empfehlung, Schüler*innen und Kita-Kinder möglichst zu Hause zu lassen. Schulen sollen je nach Bundesland geschlossen oder aber die Anwesenheitspflicht ausgesetzt werden.

Sollte sich die Infektionslage in Deutschland bis zum 10. Januar nicht entspannen, könnten die Maßnahmen verlängert werden. Am Montag meldete das Robert-Koch-Institut mehr als 16.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit bewegen sich die Zahlen etwa auf dem Niveau der Vorwoche  – vor einigen Tagen wurde jedoch der Negativrekord von über 30.000 Neuinfektionen in Deutschland innerhalb eines Tages vermeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz befindet sich mit 197,1 Infektionen pro 100.000 Einwohnern heute auf dem Höchststand. Gesundheitsexperten wie Karl Lauterbach sprechen erst von einer Entspannung der Lage bei einer Inzidenz unter 50, bestenfalls unter 25 Infektionen pro 100.000 Einwohnern.

verwendete Quellen: Rheinische Post, RKI, RND, Deutschlandfunk


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