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"300 Euro Familiengeld": Manuela Schwesig fordert Unterstützung für Eltern

Manuela Schwesig
© picture alliance/Jens Büttner / Agentur/dpa
Nachdem sie erst am Dienstag die Genesung von ihrer Brustkrebserkrankung bekanntgegeben hatte, bringt sich Manuela Schwesig (SPD) nun mit einer mutigen Forderung in die politische Diskussion ein: 300 Euro monatliche Unterstützung für Familien!

Manuela Schwesig hat ihren Kampf gegen den Brustkrebs gewonnen – und ist offenbar schon wieder bereit und entschlossen, sich dem politischen "Kampf" zu stellen. Eine gute Nachricht, vor allem für Familien!

Manuela Schwesig fordert finanzielle Unterstützung für Familien

Die ehemalige Bundesfamilienministerin und aktuelle Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern kritisiert, dass die Bundesregierung Familien in der Coronakrise bislang vernachlässigt und im Stich gelassen habe, und fordert eine finanzielle Unterstützung für Eltern. "Der Zustand für die Familien geht so nicht weiter. Viel bleibt bei den Frauen hängen. Wir müssen jetzt die Kitas und Schulen für alle Kinder schrittweise öffnen. Ich fordere auch erneut ein 'Familiengeld'", so die SPD-Politikerin im Interview mit dem RTL/ntv-Hauptstadtstudio.

Bereits in der Vergangenheit hatte Schwesig eine Diskussion über ein Familiengeld zur Unterstützung von Müttern und Vätern angeregt, doch ihr Vorschlag sei von Bundeskanzlerin Merkel in der letzten Legislaturperiode einfach so "weggewischt" worden.

Familiengeld in Höhe von 300 Euro pro Monat

Corona aktuell: SPD-Politikerin Manuela Schwesig
Im September wurde bekannt, dass Manuela Schwesig an Brustkrebs erkrankt ist. Kürzlich sagte sie öffentlich, die Therapie gut überstanden zu haben.
© Sean Gallup / Getty Images

Die Ministerpräsidentin geht davon aus, dass die Mehrbelastung für Familien und insbesondere Frauen infolge der eingeschränkten Betreuungsangebote während der Coronakrise noch eine Weile anhalten wird. "Wir werden nicht die Betreuungszeiten, wie vor der Krise, so schnell wieder gewährleisten können. Das Familiengeld kann gerade Frauen helfen, damit sie mehr Zeit für die Kinderbetreuung haben. So könnte man insgesamt Beruf und Job besser vereinbaren", sagte sie gegenüber RTL.

Konkret schlägt Schwesig eine monatliche Unterstützung in Höhe von 300 Euro vor, und zwar für alle Eltern, die sich in dieser Zeit selbst um ihre Kinder kümmern. 

Auch im Bundestag war die Situation von Familien während der Coronakrise ein wichtiges Thema, als sich die Kanzlerin diesen Mittwoch in jährlicher Tradition den Fragen der Abgeordneten stellte. Eine Grünen-Politikerin wies in dieser Diskussion darauf hin, dass aktuell vor allem Frauen in alte Rollen zurückgedrängt werden könnten. Merkel versicherte, diesem möglichen Trend entgegenwirken zu wollen. Dass Schwesigs Forderung erneut einfach so "weggewischt" wird, erscheint also zumindest ein bisschen unwahrscheinlicher als beim letzten Mal ...


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