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Neuer Höchststand an Neuinfektionen Mehrere Corona-Ausbrüche an Schulen und Pflegeheimen

Corona aktuell: Eine Pflegerin hilft einer Seniorin mit dem Mundschutz
© Alicia Fabregas / Shutterstock
Mehr als 23.000 Neuinfektionen an einem Tag und insgesamt 12.200 Tote – die Corona-Lage in Deutschland wird immer ernster. Vor allem in Schulen und Pflegeheimen kommt es vermehrt zu Ausbrüchen. 

Eine Entspannung der Corona-Lage in Deutschland ist nach wie vor trotz Lockdown nicht in Sicht. Am Freitag, dem 13. November, meldeten die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut 23.542 Neuinfektionen und damit einen neuen Negativrekord seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Todesfälle von Covid-19-Patient*innen überschritt in einem sprunghaften Anstieg um 218 die 12.000er Marke und liegt nun bei 12.200.

Vor allem in Schulen, Kliniken und Seniorenheimen kommt es derzeit bundesweit immer wieder zu Ausbrüchen. An mehr als 3.000 Schulen musste der Regelbetrieb laut Zeitungsberichten der Funke Mediengruppe bereits eingestellt werden, Nordrhein-Westfalen hat nun als erstes Bundesland eine Verlängerung der Weihnachtsferien beschlossen.

55 infizierte Schüler*innen an Hamburger Schule

Einen der bislang größten Ausbrüche in einer Bildungseinrichtung gab es etwa an der Ida-Ehre-Schule in Hamburg: 55 Schüler*innen aus insgesamt 25 Klassen wurden dort positiv auf das Coronavirus getestet. Die Schule wurde daraufhin geschlossen und der Betrieb auf Distanzunterricht umgestellt. Auch an der Robert-Bosch-Regelschule im thüringischen Ilm-Kreis kam es nun zu mehreren Infektionen: Bislang wurden dort sieben Schüler*innen und eine Lehrkraft positiv auf das Coronavirus getestet, 94 Schüler*innen befinden sich nun vorsorglich in Quarantäne.

Acht Tote nach Ausbruch an Schongauer Klinik

Während Corona-Ausbrüche an Schulen meist "nur" Einschränkungen und Ausfälle nach sich ziehen, kommt es in Pflegeeinrichtungen und Kliniken dabei häufig leider auch zu Todesfällen. Nachdem sich in einem Seniorenheim im baden-württembergischen Steinenbronn 31 Bewohner*innen und acht Mitarbeiter*innen mit dem Virus angesteckt hatten, sind bereits zwei der Infizierten daran gestorben. Nach einem Ausbruch in einer Klinik im bayrischen Schongau kamen acht Infizierte ums Leben. Im Hans-Weinberger-Seniorenheim im unterfränkischen Zeil haben sich kürzlich 14 Bewohner*innen und zwei Mitarbeiter*innen infiziert, die übrigen 85 Bewohner*innen des Hauses wurden bereits negativ getestet und von den Infizierten separiert. 

Angesichts drohender Personalengpässe im Pflegebereich sprach Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bereits davon, im Extremfall auch positiv getestete Pflegekräfte und Mediziner*innen unter allerhöchsten Sicherheitsvorkehrungen einsetzen lassen zu wollen. Allerdings ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht davon auszugehen, dass es zu dieser drastischen Maßnahme wirklich kommen wird.

Verwendete Quellen: rki.de, praxisvita.de, merkur.de, insuedthueringen.de, stuttgarter-nachrichten.de, np-coburg.de


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