"Wirst dich nicht ans Chaos erinnern": Mutter postet berührende Worte für Lockdown-Babys

Eine Mutter aus Irland hat berührende Worte für all die Frauen auf Instagram veröffentlicht, die mitten in der Coronakrise ein Baby erwarten oder schon bekommen haben.

Wer ein Baby erwartet, stellt sich diese Zauberzeit ganz anders vor, als sie jetzt in der Coronakrise ist. Statt vielen Treffen mit Familie und Freunden und Babybauch bestaunen, Babymoon mit dem Partner und ausgelassenem Babyshopping heißt es jetzt: Abstand halten. Sich und das Kind vor dem Virus schützen. Mit bangem Blick auf die Geburt schauen und hoffen, dass der Partner mit in den Kreißsaal darf. Danach geht es weiter mit der sozialen Isolation. Alleine mit dem Baby zu Hause. Familie und Freunde nur per Videocall. Ob die Hebamme kommen kann? Ungewiss. Wie lange das noch so bleibt? Man weiß es nicht.

"Ich hoffe, es spendet allen Müttern etwas Trost"

Um all den Frauen, die in dieser außergewöhnlich schwierigen Zeit ein Baby bekommen, Mut zu machen, hat die Irin Gráinne Evans (32), Mitglied der "La Leche League" und selbst Mutter von drei Kindern, auf ihrem Instagram-Account ein berührendes Gedicht veröffentlicht. "Ich hoffe, es spendet allen Müttern etwas Trost in dieser Zeit", schreibt Gráinne Evans uns, als wir sie fragen, ob wir ihr Gedicht für Deutschland übersetzen dürfen. 

Dies sind ihre Zeilen, die Hoffnung machen – selbst wenn unsere Welt gerade von vielen Ängsten und Sorgen bestimmt ist, bestenfalls bekommen unsere Lockdown-Babys gar nichts davon mit …

"Du warst damals ein kleines Baby"

Du warst damals ein kleines Baby, werde ich ihr sagen, wenn sie mich eines Tages fragt, nach der Zeit, in der alle Menschen auf den Fotos Masken tragen.

Du erinnerst Dich nicht an das Chaos, das es gab, als die Welt gezwungen war, still zu stehen.

Du hattest alles, was du brauchtest, in meinen Armen und an meiner Brust.

Du hast nichts davon bemerkt, werde ich ihr sagen, und dann: Ich habe Dich gehalten, während die Wochen vorübergingen, wir nahmen es Tag für Tag.

Wir waren sicher und glücklich, genau dort, wo wir waren. Ich fütterte Dich, geborgen in meinen Armen, Dich zu beschützen war elementar.

Du warst nur ein kleines Baby, werde ich ihr sagen und erklären, warum so viele Menschen mit Angst und Schmerzen lebten.

Es war nicht immer einfach, diese ersten Tage in der Isolation, doch dich zu füttern erfüllte mich mit Liebe und brachte mich durch den Dunst.

Du warst ein Lockdown-Baby, werde ich ihr sagen, wenn es so weit ist. Ich war damals Deine ganze Welt und du die meine.

Jetzt ist diese Zeit nur noch eine Erinnerung und ich lächle noch immer, wenn ich an den Regenbogen denke, der für dich und mich in unserem Fenster stand.

Liebe Gráinne Evans, vielen Dank, dass wir diese berührenden Zeilen teilen dürfen, die so viel Hoffnung machen.

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Eines Tages wird diese verrückte Zeit vorüber sein und wir werden sie nur noch als Erinnerung in unseren Gedanken tragen, während wir mit unseren Lieben bei Kaffee und Kuchen im Garten sitzen und uns darüber freuen, unseren Kindern beim Spielen zuzusehen – wissend, wie unendlich wertvoll diese Nähe ist, weil wir sie einmal verloren hatten.

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mh
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