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Corona aktuell 6.000 Euro für Impfpakete – Polizei warnt vor Betrügern

Corona aktuell: Impfung
© Rana Mudassar
Die hohe Nachfrage nach der Corona-Impfung machen sich Betrüger zugute. Aktuell werden vermehrt Betrugsstrategien gemeldet, bei denen Impfpakete verkauft werden sollen.

Die Corona-Impfung ist endlich da, doch an der Verteilung hapert es aktuell noch. Muss ich mich selbst um einen Impftermin kümmern? Bekomme ich Post? Und in welche Risikogruppe falle ich? Diese Fragen stellen sich aktuell viele Menschen – und deren Unsicherheiten sollen nun vermehrt Betrüger ausnutzen. 

Die Polizei Nordrhein-Westfahlen warnt derzeit vor falschen Impfstoffpaketen, die über das Telefon verkauft werden. Dabei sollen Betrüger vornehmlich bei Senioren anrufen und ihnen Impfungen für 6.000 Euro anbieten. Auch der Enkel-Trick, bei dem sich Menschen am Telefon als Verwandte ausgeben und um Geld bitten – in diesem Fall für eine Impfung – sei wieder auf dem Vormarsch, wie die "WAZ" berichtet.

Die Corona-Impfung ist kostenlos!

In diesem Fall sei einmal klargestellt: Die Corona-Impfung ist für alle Bürger kostenlos. Jegliche Angebote über Impfpakete oder die Bitte um Finanzierung sind somit reiner Betrug. Die Polizei NRW schreibt dazu in einer öffentlichen Warnung: "Zur Erinnerung: Die Ausgabe von Impfstoffen erfolgt derzeit nicht auf dem freien Markt, sodass Ihnen NIEMAND diesen Impfstoff verkaufen kann."

Das soll jedoch schwierig zu erkennen sein, da sich die Täter*innen geschickt ausdrücken können und am Telefon schnell ein schlechtes Gewissen vermitteln. Am besten sollte man bei solchen Impf- oder auch Corona-Test-Angeboten, die mit Kosten verbunden sind, sofort auflegen und die Polizei benachrichtigen.

Betrüger geben sich als Impfteams oder Verwandte aus

Zudem sollen sich als Impfteam getarnte Betrugsgruppen aktuell versuchen, Zugang zu Wohnungen zu verschaffen. Auch hier gilt: Ohne Termin wird aktuell kein Gesundheitsmitarbeiter plötzlich vor der Tür stehen. 

Die Betrüger sollen es nicht nur auf Senioren abgesehen haben. Auch im Internet sollen per E-Mail vermeintliche Impf- und Aufklärungsbriefe verschickt werden. Anhänge sollten nicht geöffnet werden. Selbst mit dem Wunsch nach Informationen wird aktuell getrickst: "Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), kursiert momentan zudem eine sogenannte 'Corona-Karte', die angeblich in Echtzeit angeben soll, wo Corona-Infektionen registriert worden sind", klärt die Polizei NRW auf. Diese soll jedoch Schadsoftware enthalten. Selbst scheinbar offizielle E-Mails sollten aktuell nicht geöffnet werden. Bei Unsicherheiten gilt: Zunächst die Polizei informieren oder gegebenenfalls das Gesundheitsamt kontaktieren.

verwendete Quellen: WAZ, T-Online, Polizei NRW


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