VG-Wort Pixel

Corona aktuell Rückruf von 40.000 Corona-Tests

Corona aktuell: Kind mit Corona-Test
© DesignRage / Shutterstock
Es wurde ein Rückruf für Corona-Tests herausgegeben. Durch eine falsche Anwendung sind fehlerhafte Ergebnisse möglich. Die Tests wurden vor allem in Kitas benutzt.

Die Teststrategie ist es, die endlich ein wenig Planungssicherheit in die Familiensituation der Corona-Pandemie bringen soll. In Schulen und Kitas wird also fleißig getestet, meist zweimal die Woche, damit die Kinder weiterhin betreut werden können. Sie sind eine Maßnahme, um den Schul- und Kitabetrieb trotz hoher Corona-Zahlen offen zu halten.

Rückruf von Lolli-Coronatests

Damit Kinder einfacher, schneller und vor allem angenehmer auf das Coronavirus getestet werden können, wurden neue Modelle entwickelt: Der Lolli-Test wurde mittlerweile in rauen Mengen von mehreren Landkreisen Deutschlands bestellt, um vor allem Kitas damit auszustatten. Jetzt wurde für genau diese Schnelltest-Variante jedoch ein Rückruf herausgegeben.

Falsche Anwendungshinweise und Verschluckgefahr

Es kursieren deutschlandweit gleich mehrere Warnungen zu den Lolli-Tests. Im Wartburgkreis in Thüringen wurden 40.000 Lollipop-Tests für die Kindertagesstätten bestellt und im Laufe der letzten Woche bereits an die Familien verteilt. Denn die Tests sollen zu Hause und nicht vor Ort gemacht werden, damit das Ergebnis bestenfalls bereits vorliegt, bevor das Kind in der Kita ist. Gleiches gilt für weitere Städte: In Flensburg wurden ebenfalls 30.000 solcher Tests angeschafft und an die Kitas übergeben. Jetzt soll die Lolli-Testung jedoch gestoppt werden.

Dafür gibt es zweierlei Gründe: Zum einen gibt es eine Rückruf-Aktion des Herstellers. Grund soll ein Kennzeichnungsmangel sein, was zu einer falschen Anwendung führen könnte. Die ist jedoch maßgeblich entscheidend für die Aussagekraft des Ergebnisses. Eine gesundheitliche Gefährdung durch das Produkt soll es jedoch nicht geben, wie "inSüdthüringen" berichtet. 

Anders sieht das die Stadt Flensburg. "Es besteht die Gefahr des Verschluckens“, sagte Frank Zabel, Sprecher des Gesundheitsamtes in Kiel, gegenüber "Der Nordschleswiger". In Thüringen hätten sich bei vergleichbaren Tests bereits Teile des Probenehmers gelöst. Die Lolli-Tests sollen somit nicht in Eigenregie angewandt werden – dabei war genau diese Probenahme zu Hause geplant. Stattdessen sollen die Tests nun nur von Fachpersonal durchgeführt werden.

Die Gefahr des Verschluckens oder der fehlerhaften Anwendung zu Hause soll bundesweit und generell für die Methode der Lolli-Tests gelten. Der Coronatest wird von den Kindern in den Mund genommen und daraufhin 30 bis 90 Sekunden gelutscht. Das soll den Test für sie angenehmer machen. So oder so sollten Eltern ihre Kleinen dabei aber gut beobachten, damit keine kleinen Teile verschwinden. 

Verwendete Quellen: Der Nordschleswiger, inSüdthüringen

mjd Brigitte

Mehr zum Thema